Höfner 490, 1974

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Höfner 490, 1974

Instrument:
Die 490 war Höfners meistverkaufte zwölfsaitige Gitarre, jahrelang sehr erfolgreich und von 1968 bis 1992 im Programm. In Großbritannien wurde sie als Arizona vermarktet. Während dieser 24 Jahre wurde sie unzählige Male überarbeitet, von der Form des Korpus über die Kopfplatten, das Schlagbrett, Brücke und Saitenaufhängung blieb eigentlich kein Detail wie es anfangs war. Unsere hat eine gerade noch lesbare Jahreszahl auf dem Schallloch-Label: 1974.

Material:
Die Decke besteht aus bookmatched angelegter Fichte, Seiten und Rücken aus schön geflammtem Riegelahorn. Der schwarz lackierte Hals ist ebenfalls aus Ahorn und hat ein Palisandergriffbrett mit Perloid-Punkteinlagen in sechs Bünden. Er hat natürlich einen Einstellstab sowie hochwertige, offene Mechaniken. Um den Korpus finden sich schwarze Bindings, die Palisanderbrücke hat die klassischen 12 Saitenstecker aus cremeweißem Kunststoff. Das vierlagige Schlagbrett hat ein graviertes Höfner-Logo.

Geschichte:
Die Gitarre wurde 1974 neu im ehemaligen Musikhaus Kühlwetter in Gießen gekauft, in den ersten Jahren auch viel genutzt und vor allem richtig gut eingespielt. Irgendwann baute der Besitzer sie dann zum Sechs-Saiter um und schraubte dazu unnötigerweise jede zweite Mechanik ab. Mitte der neunziger Jahre war sie dann so verbastelt, dass man sie nicht mehr spielen konnte. Der Saitenabstand war viel zu hoch, der Hals stand leicht schräg aus dem Korpus heraus, die Leimung der Brücke löste sich, die Madenschraube des Patenthalses rundgedreht, Mechanikhülsen fehlten – die Gitarre hatte in 20 Jahren die typische Karriere vom neuen Wunschinstrument zum vermurksten und ungeliebten Sperrmüllkandidaten hinter sich gebracht. Zum Glück wurde sie aber nicht entsorgt, sondern an einen Freund verschenkt. Dieser konnte natürlich auch nichts damit anfangen, bewahrte sie aber immerhin 30 Jahre auf. Anfang 2023 versuchte er dann, die Gitarre selbst zu reparieren, war aber damit überfordert und bot sie uns schließlich an, was wir gerne zusagten.

Restaurierungsarbeiten:
Als erstes fertigten und montierten wir eine neue, funktionierende Hals-Madenschraube und verleimten die Brücke wieder perfekt und stabil. In der Halstasche sorgen nun Furniereinlagen wieder für die richtige Ausrichtung. So konnten Halswinkel und Saitenabstand korrigiert werden. Die ausgeschlachteten Mechaniken wurden entfernt und durch einen Satz neue Höfner-12-String--Mechaniken ersetzt, inkl. neue New-Old-Stock Hülsen und originale Saitenpins. Auch den viel zu tief eingefeilten Sattel haben wir ersetzt. Griffbrett und Bundstäbchen wurden abgezogen, das Griffbrett geölt, die Bundstäbchen poliert. Natürlich wurde die ziemlich verschmutzte Gitarre gründlich gereinigt, alle Lackflächen poliert und der Korpus ausgeblasen. Gründliches, tagelanges Lüften vertrieb den muffigen Geruch. Abschließend bekam die Höfner noch einen neuen Satz Pyramid-Saiten in Phosphor-Bronze und eine Grundeinstellung.

Aktueller Zustand:
Wer eine klassische deutsche Westerngitarre mit 12 Saiten sucht, ist mit diesem schönen Veteranen perfekt bedient. Die dreifarbige Optik ist harmonisch: Schwarz für Schlagbrett und Kopfplatte, Palisander für Brücke und Griffbrett, dazu das schöne, klar lackierte Naturholz. Ein bisschen dezente Patina hat sie, einige kleine Macken auf der Decke, ein paar Kratzer auf der Halsrückseite – das alles stört aber nicht und macht auch die Ausstrahlung der Gitarre aus. Selbstverständlich funktioniert alles wie es soll und die Gitarre ist absolut sauber und geruchsfrei. Alle Leimstellen sind wieder bombenfest. Sie spielt sich nun wieder perfekt einfach, dank niedrigen 1-2 mm Saitenabstand am 12. Bund, modernem schlankem Hals und einwandfreien Bundstäbchen. Der Klang ist herrlich, schöner gehen zwölf Saiten nicht: Klar, brillant, endlose Obertöne, harmonisch kombiniert mit breiten Mitten und einem durchaus fetten Bass. Das alles warm und voller Holz, man hört Barclay James Harvest, Leo Kottke und die späten Beatles. Wer eine toll klingende 12-String mit Ausstrahlung sucht, sollte also nicht weiter warten – diese 490 ist jetzt wieder voll einsatzbereit und fertig für die nächsten 50 Jahre.

Maße:
Länge über alles 110 cm; Länge Korpus 50,5 cm; Unterbug 40 cm, Taille 27 cm, Oberbug 29 cm; Zargenhöhe 9,5 cm am Hals, 11 cm am Unterbug; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,6 cm, am 12. Bund 5,5 cm; Gewicht 2.030 g; Saitenabstand 12. Bund 1-2 mm.

Kauf und Zahlung:
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