Höfner 470 S E2, Werks-Bigsby, 1969

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Höfner 470 S E2, Werks-Bigsby, 1969

Instrument:
Höfners 470 und ihr britisches Pendant, die Committee, sind allesamt legendäre Sammlerstücke und das Beste, was Höfner jemals gebaut hat. Handwerklich extrem aufwändig und perfekt, bis heute unerreicht, waren diese Gitarren damals mit ihrem extrem hohen Preis nur sehr gut betuchten Käufern vorbehalten, entsprechend wenige wurden insgesamt verkauft. Als Option mit deftigem Aufpreis stand damals die Ausrüstung mit einem echten Bigsby-Vibrato anstatt des Höfner-Vibratos zur Verfügung, nur wenige Käufer orderten dies und entsprechend selten sind solche Originale heute. Unsere 470 wurde im Jahr 1969 neu gekauft, ein Body-Date hat sie leider nicht.

Material:
Hier wurde ohne Kompromisse nur das Feinste verbaut, was der Holzlieferant Kollitz und das Höfner-eigene Sägewerk zu bieten hatten. Die Decke besteht aus feinjähriger, bookmatched verarbeiteter, dreifach gesperrter massiver Alpenfichte, Seiten und Boden aus massivem, wunderschön geflammtem Ahorn. Der inkl. Kopfplatte durchgehend gearbeitete Hals besteht aus insgesamt elf längs verleimten Holzstücken: Außen geflammter Ahorn, dann zwei Streifen Mahagoni, zwei Streifen Ahorn, in der Mitte ein Streifen Palisander. Aufwändiger geht es nicht. Natürlich ist ein Halseinstellstab eingebaut. Der Halsfuß besteht aus den gleichen Hölzern und ist angesetzt. Das Ebenholz-Griffbrett hat natürlich echte Bow-Tie-Perlmutteinlagen in acht Bünden, seitliche Markierungen sowie feine weiße Zierstreifen. Auch die Ebenholz-Kopfplattenauflage hat Einlagen aus echtem Perlmutt im Maiglöckchen-Stil. Der Bigsby-Saitenhalter ist natürlich schwer und massiv und wie alle Hardware-Teile an dieser Gitarre vergoldet. Das Schlagbrett ist aus Plexiglas mit Zierstreifen und Höfner-Logo. Die Rollenbrücke ist voll kompensierbar mit einem Ebenholzfuß. Als Mechaniken dienen die bewährten, geschlossene Einzelmechaniken von Roko. Besonderes Highlight sind natürlich wie bei allen 470ern die extrem aufwändig gearbeiteten Bindings. Bis zu zwölf Lagen in drei unterschiedlichen Perloid-Farben: Weiß, schwarz und braun meliert, dazwischen noch ein Fichtenholzstreifen. Auf der Rückseite laufen sie in das legendäre und einmalige Ornament in Blattform, welches bis heute bei keiner Seriengitarre nachgebaut werden konnte. Mehr Gitarrenbaukunst ging damals und geht bis heute nicht!

Elektrik:
Ab 1969 wurden überwiegend die Typ 513 „Blade“ Single Coil Tonabnehmer mit Doppelmagnetreihen von Franz Pix verbaut, wie auch bei unserer Gitarre. Sie gelten Höfner-Fans als die brachialsten und besten Pickups der Marke und wurden bis in die neunziger Jahre verwendet. Die beiden 513er werden über einen Drei-Weg-Schalter ausgewählt und haben jeder einen eigenen Tonregler. Dazu kommt noch der Master-Volumenregler, angeschlossen wird über eine Standard-Klinkenbuchse. Bewährt, solide und leicht und intuitiv zu bedienen.

Geschichte:
Die Gitarre wurde 1969 vom ersten Besitzer neu gekauft und regelmäßig, aber nur als Hobby im Wohnzimmer gespielt. 30 Jahre später verkaufte er die Gitarre an einen renommierten deutschen Sammler, der sie dann bis 2023 ungespielt aufbewahrte, dunkel, mit ausreichend Luftfeuchtigkeit und entspannten Saiten. Dementsprechend ist der Zustand der Gitarre außerordentlich gut. Im Zuge der sukzessiven Sammlungsauflösung bekamen wir die Höfner angeboten und sagten natürlich sofort zu. Wir freuen uns, so ein seltenes und perfekt erhaltenes Sammlerstück anbieten zu können!

Restaurierungsarbeiten:
Außer einer Komplettreinigung und Aufbereitung aller Lackflächen sowie sehr behutsamen Politur der Goldoberflächen war nichts zu tun. Das Griffbrett haben wir abgezogen und geölt, die Bundstäbchen abgerichtet und poliert. Die Mechaniken wurden zerlegt, gereinigt und neu geölt. Natürlich haben wir zum Schluss noch einen neuen Satz 011er Pyramid Bronze-Saiten aufgezogen und ein Setup durchgeführt – das wars aber auch schon.

Aktueller Zustand:
Natürlich ist diese 17“-Archtop eine einmalige Chance für Sammler! 470er und Committees sind ja schon sehr rar, als werksmäßiges Bigsby-Modell gibt es in diesem Zustand aber kaum mehr als ein paar Hand voll. Trotz ihrer 54 Jahre hat unsere so gut wie keine Spielspuren. Drei komplett ungespielte Jahrzehnte lassen grüßen. Lediglich die hauchdünne Goldauflage hat sich bei Mechaniken, Pickups und Vibratohebel stellenweise verabschiedet. Die Schicht ist tatsächlich so dünn, dass schon wenige Spielstunden mit feuchten Händen reichen, sie quasi abzubeizen. Bessere Qualität hat tatsächlich das damals aus den USA zugelieferte Bigsby-Vibrato – hier ist die Vergoldung wesentlich dicker als bei den Höfner-Teilen und entsprechend sehr gut erhalten. Am Halsübergang und auf der Decke gibt es einige wenige, völlig unbedenkliche Lackrisse, eine Hand voll winzige Dellen auf der Rückseite – davon abgesehen ist die Gitarre makellos. Alles ist stabil und voll belastbar, alle Leimstellen bombenfest und natürlich ist die Höfner absolut geruchsfrei und sauber. Optisch ist sie absolute Spitze – sehr edel, mit beeindruckend schönen Materialien, äußerst geschmackvoll designt, ein blonder Traum mit schwarz-goldenen Akzenten. Aber die 470 ist nicht nur schön, sie spielt sich auch dank modernem Hals- und Griffbrettprofil sowie sehr niedriger Saitenlage kinderleicht, Bundstäbchen und Griffbrett sind perfekt. Dazu sorgt der große, massive 17-Inch-Korpus für reichlich Klangvolumen. Es dominieren holzige Klänge, harmonisch akzentuiert und über das gesamte Frequenzspektrum gut ausgeprägt. Am Verstärker gehen die 513er ziemlich brachial und giftig zu Werke, der Klang ist vielseitig, aber dennoch eher Rockabilly als Jazz. Natürlich ist die Höfner als erstes ein makelloses Sammlerstück, die Krönung jeder Höfner- oder Archtop-Sammlung und mit Sicherheit eine langfristig sichere Wertanlage, an der man nichts verlieren kann. Auf jeden Fall ist sie zu schade, nur in der Vitrine zu stehen, man sollte sie regelmäßig spielen. Und wer eine Bigsby-470 sucht, sollte sofort zugreifen, denn eine bessere wird sich – wenn überhaupt mal wieder – nicht finden lassen.

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 44 cm, Taille 25,5 cm, Oberbug 31 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,2 cm, am 12. Bund 5 cm; Gewicht 3.090 g; Saitenabstand 12. Bund 1,5 mm.

Kauf und Zahlung:
Schicken Sie uns eine E-Mail an info@german-vintage-guitar.com, dann erhalten Sie umgehend Ihre Rechnung. Oder bestellen Sie einfach hier über den Shop. Wir freuen uns über eine Banküberweisung, denn diese ist im Gegensatz zur gebührenpflichtigen PayPal-Zahlung für Sie und uns kostenfrei.

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