Hoyer 2122 12-string, 1975

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Instrument: Anfang der siebziger Jahre hatte Hoyer drei zwölfsaitige Gitarren im Angebot: Die... mehr
Hoyer 2122 12-string, 1975

Instrument:
Anfang der siebziger Jahre hatte Hoyer drei zwölfsaitige Gitarren im Angebot: Die 2120, 2121 und das Spitzenmodell, die 2122. Die Unterschiede finden sich vor allem in der Materialauswahl. Zu dieser Zeit startete das Unternehmen unter Walter A. Hoyer eine beispiellose Qualitätsoffensive, die in den legendären Modellen der frühen achtziger Jahre ihren Höhepunkt fand. Die Hoyer kostete 1975 rund 650 DM, das wären heute ca. 3.900 €. Aufgrund des hohen Preises verkaufte sie sich nicht oft und blieb deshalb auch nicht lange im Programm. Gute Exemplare sind inzwischen Mangelware und fast nicht mehr zu bekommen.

Material:
Besser geht es nicht! Alle Hölzer sind vollmassiv: Fichtendecke, bookmatched verarbeitet, Seiten und Rücken aus Palisander, ebenso die schöne Brücke. Der Hals besteht aus dunkel gebeiztem Ahorn-Schichtholz, legendär und unzerstörbar. Er hat ein Griffbrett aus Palisander mit neuen Einlagen aus echtem Perlmutt. Auch die schönen Einlegearbeiten in Kopfplatte (Ornament und Logo) und Brücke sind echtes Perlmutt. Dicke Bindings, zum Teil mehrlagig um Decke, Boden und Hals. Gekapselte Schaller-Einzelmechaniken, damals das Beste, was man bekommen konnte. Schlagbrett aus braun marmoriertem Perloid. Verstellbare Stegeinlage.

Geschichte:
Unbekannt. Wir übernahmen die Gitarre von einem renommierten Sammler und Gitarrenbuch-Autor.

Restaurierungsarbeiten:
Alle Oberflächen wurden gereinigt und ballenpoliert, der Korpus ausgeblasen. Griffbrett und Bundstäbchen wurden geschliffen und geölt bzw. poliert. Neue Saiten montiert und eine Grundeinstellung durchgeführt – mehr war nicht zu tun.

Aktueller Zustand:
Dies ist die volle Jumbo-Power! Mächtig, massiv,  laut – eine Gitarre für die Ewigkeit. Zunächst einmal die Optik: Auch wenn nur die besten Materialien verarbeitet wurden, protzt die Gitarre nicht mit viel Bling Bling. Sie hat einen sehr edlen Look und zeigt ihre Klasse auf den zweiten Blick. Sie nimmt 1975 viele moderne Details vorweg: Doppelter Halseinstellstab, Entfall des Nullbundes, gekapselte Schaller-Mechaniken, Palisanderkorpus, verleimte Brücke mit Saiten-Pins, leicht gebogener (bowed) Rücken – so werden bis heute Westerngitarren gebaut. Der Zustand ist praktisch neuwertig mit ein paar ganz wenigen Gebrauchsspuren, eigentlich nichts für 46 Jahre Gitarrenleben. Die Bespielbarkeit ist einfach, soweit man das bei einer zwölfsaitigen Gitarre sagen kann, das Griffbrett ausreichend breit und die Saitenlage niedrig mit Verstellpotenzial (kinderleicht per Stegschrauben) in beide Richtungen. Wir würden Zwölfsaiter aber ohnehin immer einen Ton tiefer stimmen, uns gefällt der Klang dann einfach viel besser. A propos: Sie klingt fett, mächtig, laut, wie von einer Jumbo nicht anders zu erwarten. Dabei aber wunderbar harmonisch, holzig und silbrig wie eine zwölfsaitige Westerngitarre. Alles ist selbstverständlich stabil und belastbar, alle Leimstellen bombenfest, alles funktioniert so wie es soll. Hier wirkt sich das erstklassige Material voll aus. Insgesamt eine günstige Gelegenheit für Sammler, die Ergänzung für das Sechssaiter-Sortiment oder die Gitarre für alle Tage.

Maße:
Länge über alles 108 cm; Länge Korpus 51,5 cm; Unterbug 40,5 cm, Taille 25 cm, Oberbug 30,5 cm; Zargenhöhe 11 cm am Hals, 12 cm am Unterbug; Mensur 64,5 cm (Sattel bis Steg); Breite Griffbrett am Sattel 4,8 cm, am 12. Bund 5,6 cm; Gewicht 2.590 g; Saitenabstand 12. Bund 2-3 mm.

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