Klira 207 Caramba, 1972

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Klira 207 Caramba, 1972

Instrument:
Die deutschen Hersteller hatten nach dem Krieg den Siegeszug der Westerngitarren weitgehend verschlafen. In Zeiten, in denen US-Marken bereits mehr Westerngitarren verkauften, als andere Modelle, setzen die deutschen Hersteller nach wie vor auf die als Soloinstrument unterlegenen und schwerer zu spielenden Jazzgitarren oder bauten teure Hybride wie die Hoyer Solo. Unsere Klira Caramba stammt aus den letzten guten Jahren der der Marke, bevor auch hier der Niedergang begann. Sie ist in hervorragender Qualität gebaut, aber auch dieses hohe Level half nichts mehr, die Marke verschwand später wie viele andere. Die Exemplare standen nahezu unverkäuflich bei den Händlern, Kliras waren einfach nicht mehr gefragt. Entsprechend selten sind Carambas heute. Der Korpus hat Grand-Concert-Maße mit Cutaway und ist damit sehr handlich und auch für zierliche Gitarrist(inn)en sehr gut geeignet. Auf unserem Schallloch-Etikett sind gerade noch eine 72 und eine 6 erkennbar, demnach stammt die Gitarre von 1972, was auch zur Ausstattung und Bauzeit passt.

Material:
Die ganze Gitarre ist aus herrlichem, massivem, ostindischen Palisander gebaut. Der Hals besteht aus dem aufwändigen und unverwüstlichen Ahorn-Schichtholz und ist dunkel gebeizt. Das Griffbrett besteht ebenfalls aus Palisander, hier sehr dunkel. Es hat neun Rechteckeinlagen aus Perloid, dazu moderne Side Dots. Natürlich hat der Hals einen Einstellstab. Die schwarz lackierte Kopfplatte hat Einlagen aus Perloid, dazu passt das vierlagige, oben ebenfalls schwarze Schlagbrett. Last but not least ist auch die Brücke aus schön gemasertem Palisander gefertigt. Um Korpus, Schallloch, Hals und Schallloch sind dicke cremefarbene Bindings verbaut, zum Teil bis zu achtlagig. Offene, vernickelte Mechaniken.

Geschichte:
Unbekannt, wir übernahmen die Klira als Teil einer kleinen Sammlung. Ursprünglich wurde sie im Musikhaus Weynand in Völklingen verkauft, den zerfledderten kleinen Aufkleber haben wir entfernt, aber aufgehoben.

Restaurierungsarbeiten:
Komplettreinigung innen und außen, Ballenpolitur des Nitrolacks. Bundstäbchen und Griffbrett wurden leicht geschliffen und poliert, das Griffbrett geölt. Die Mechaniken zerlegt, gereinigt und geölt. Neue Saiten montiert und Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Eine der wenigen Carambas in sehr gutem Zustand zu bekommen, ist inzwischen schwer. Bei dieser ist alles in sehr gutem Zustand, standfest, stabil und 100% funktionsfähig. Spielspuren sind so gut wie nicht vorhanden, nur einige winzige oberflächliche Kratzerchen. Selbstverständlich sind Korpus und Hals frei von Holz- oder Lackrissen, Brüchen oder sonstigen Schäden. Die Bauweise ist qualitativ sehr hochwertig und aus durchweg ausgesucht guten Materialien. Die Optik ist beeindruckend mit dem ungewöhnlichen ovalen Schallloch und der Klarlackierung. Der Klang ist wirklich phantastisch! Schöne fette Bässe harmonisch kombiniert mit reichen Mitten und klaren, frischen Höhen. Insgesamt laut, aber ausgewogen. Die perfekte Folkgitarre, super für Fingerpicker und gleichermaßen geeignet für leise Finger, laute Stahlpicks oder Flatpicking mit dem Plektrum. Diese Caramba ist sowohl ein seltenes Sammlerstück als auch eine herrlich klingende Player-Gitarre mit Potenzial „die Eine“ zu sein.

Maße:
Länge über alles 104 cm; Länge Korpus 50 cm; Unterbug 39,5 cm, Taille 23,5 cm, Oberbug 29 cm; Zargenhöhe 10 cm am Hals, 11,5 cm am Unterbug; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,2 cm, am 12. Bund 5,2 cm; Gewicht 2.190 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm.

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