Höfner 486, um 1951

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Instrument: Eigentlich ist das Höfner-Modell 486 in späteren Jahren eine klassische... mehr
Höfner 486, um 1951

Instrument:
Eigentlich ist das Höfner-Modell 486 in späteren Jahren eine klassische Konzertgitarre mit großem Korpus. Doch auch für die wechselfreudige Höfner-Modellpolitik hatte dieses Modell überdurchschnittliche  Änderungen im Verlauf seiner Geschichte. Die frühen Modelle – wie dieses – haben einige ungewöhnliche Konstruktionsdetails und sind dadurch primär für Stahlsaiten ausgelegt: Mechaniken mit Metallachsen, Lyra-Saitenhalter, Schlagbrett und Floating Neck. Diese Details verschwanden später und damit war auch der Betrieb mit Stahlsaiten nicht mehr möglich. Insgesamt sehr aufwändig gefertigt, eindeutig eine Premium-Gitarre.

Material:
Schöne, feinjährige Fichtendecke, massiv und bookmatched verarbeitet. Dazu außergewöhnlich schön geflammtes Ahornholz an Seiten und Boden. Der Boden wieder bookmatched mit einer zentralen Zierstreifeneinlage. Palisandergriffbrett mit Perlmutt-Punkteinlagen. Eingeleimter Hals, zweiteilig längs verleimt aus Ahorn mit schön geformten Konzertgitarrenkopf. Dreilagiger Sattel, offene Messingmechaniken, Palisandersteg. Wunderschönes Decken- und Schalllochbinding aus marmoriertem Perloid, passend zum Schlagbrett. Bauchiger Korpus, typische Bausweise für die frühen Nachkriegsjahre.

Geschichte:
Die Gitarre wurde neu vom Musikhaus Kielnecker in Kirchheim verkauft (siehe Aufkleber), verbrachte über 60 Jahre in einem Privathaushalt und wurde nur als Hobby selten gespielt. Bei der Auflösung des Haushalts 2016 wurde uns die Gitarre angeboten, wir haben das seltene Stück gerne übernommen und leicht überholt.

Restaurierungsarbeiten:
Vollständige Reinigung, innen und außen. Griffbrett geölt, Bundstäbchen poliert. Mechaniken überholt, gereinigt und geölt. Alle Lackflächen aufwändig ballenpoliert. Neue Saiten montiert und Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Dieses fast siebzig Jahre alte Modell ist – speziell in diesem perfekten Zustand – eine absolute Rarität und eigentlich nicht mehr zu bekommen. Sie ist praktisch makellos, keine Fehler, Löcher, Risse oder sonstige Schäden, alles funktioniert einwandfrei, alle Leimstellen sind bombenfest. Der originale Nitrolack hat im Laufe der Zeit auf der Rückseite einige Mikro-Lackrisse entwickelt, aber so klein, dass sie sich auf den Fotos nicht abbilden ließen. Einziger kleiner Makel ist das etwas hellere Holz unter der alten Stegposition: Scheinbar war dieser jahrelang an der falschen Stelle positioniert… Aber auch dieses wird sich nach und nach erledigen, wenn die Stelle im UV-Licht nachdunkelt. Die Bespielbarkeit ist dank der niedrigen Saitenlage und des geraden, breiten Griffbretts sehr einfach, der Klang ist mit Stahlsaiten laut, kantig und mit viel Volumen für den kleinen Korpus – für uns einer Austtattung mit Nylonsaiten deutlich überlegen und attraktiver. Perfekt für Picking und Fingerstyle. Optisch ist sie ein Highlight – die geradezu dramatische Flammung von Seiten und Rücken sind einmalig. Eine schöne Gitarre für Spieler, aber vor allem absolutes Highlight für Höfner-Sammler.

Maße:
Länge über alles 97,5 cm; Länge Korpus 48,5 cm; Unterbug 36,5 cm, Taille 24,7 cm, Oberbug 28,5 cm; Zargenhöhe 8,5 cm an Hals und Unterbug, 9,5 cm an der Taille; Mensur 62 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,7 cm, am 12. Bund 5,9 cm; Gewicht 1.520 g; Saitenabstand 12. Bund 3 mm.

Weiterführende Links zu "Höfner 486, um 1951"
Höfner 495 S von 1963 Höfner 495 S von 1963
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