Framus 5/1 Amateur, 1972

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Instrument: Einst wurden diese Wandergitarren zu tausenden hergestellt und verkauft, viele... mehr
Framus 5/1 Amateur, 1972

Instrument:
Einst wurden diese Wandergitarren zu tausenden hergestellt und verkauft, viele Gitarristen haben auf ihnen ihre ersten Erfahrungen gemacht. Heute sind gute Exemplare immer schwerer zu bekommen, denn unzählige Exemplare wurden in Kinderzimmern und an Lagerfeuern verschlissen und endeten dann auf Flohmärkten oder beim Sperrmüll. Insbesondere, als die Blues-Szene vor einigen Jahren entdeckt hat, dass eine deutsche Wandergitarre genauso so klingt, wie eine US-Vorkriegs-Parlor, sind diese Modelle sehr gefragt. Unsere Framus Amateur stammt aus dem März 1972. Sie ist kurios gestempelt, denn sie trägt zwei 72-C-Abdrücke, einer davon auf dem Kopf. Vermutlich hat der Arbeiter zunächst falsch herum gestempelt, seinen Irrtum dann bemerkt und schnell noch einen zweiten Stempel mit korrekter Ausrichtung daneben gesetzt. So etwas hatten wir auch noch nie. Sie wurde für Stahlsaiten konstruiert, denn die Brücke ist bombenfest mit drei Gewindeschrauben gegen eine Metallplatte verschraubt und direkt daneben verläuft eine massive Ahornstrebe (Ladder Bracing).

Material:
Fichtendecke, laminiert und bookmatched verarbeitet, Ahorn-Zargen und gewölbter, dezent geflammter Ahorn-Boden (Archback), ebenfalls bookmatched. Massiver, einteiliger Ahorn-Hals, inkl. Kopfplatte aus einem Stück gefertigt. Flaches Griffbrett aus Palisander, mit vier Perloid-Punkteinlagen und Einstellstab. Brücke aus Palisander. Offene Mechaniken.

Geschichte:
Unbekannt. Die Gitarre stand viele Jahre in unserem Lager, wir wissen nicht mehr, wo sie herkam. Nun haben wir sie uns vorgenommen und ihr neues Leben eingehaucht. Die vielen Spielspuren künden von unzähligen Spielstunden – geschont wurde die kleine Amateur dabei eher nicht. Ob unterwegs, beim Camping, am Lagerfeuer oder im Urlaub – die Framus hat sicher viel erlebt und noch die letzten Hippie-Zeiten mitgemacht. Denn gegen das Licht kann man im richtigen Winkel auf der Decke die Reste des Wortes PEACE und dazu das passende Symbol entdecken. Sie hat ihre Patina redlich verdient, aber alle Belastungen ohne größeren Schaden überstanden und dabei einen wunderbaren Klang entwickelt. Spielbar war sie aufgrund zweier abgebrochener Mechanikhebel und des fehlenden Sattels vor der Überholung nicht mehr.

Restaurierungsarbeiten:
Wir haben wir die Gitarre erst einmal aufwändig gereinigt und den Korpus ausgeblasen. Die diversen Dellen und Schrammen wurden sorgfältig retuschiert, alle Lackflächen anschließend aufwändig ballenpoliert. Griffbrett und Bundstäbchen wurden abgerichtet und anschließend poliert bzw. eingeölt. Die alten irreparablen Mechaniken wurden entfernt und durch passende aus unserem Bestand ersetzt. Einen neuen Sattel haben wir ebenfalls angepasst. Zum Schluss noch neue Saiten montiert und eine Grundeinstellung durchgeführt.

Aktueller Zustand:
In der Aged-Optik mit den Spielspuren vor allem auf der Decke und an den Rändern ist die Gitarre eine echte Patina-Schönheit. Der authentische Relic-Look ist einmalig und nicht künstlich herzustellen. Sie wirkt gar nicht wie eine deutsche Wandergitarre, sondern eher wie eine dieser legendären US-Vorkriegs-Parlors. Und so klingt sie auch – man hört den Blues von Robert Johnson und Mississippi John Hurt! Der Zustand ist ansonsten perfekt, die Patina ist selbstverständlich nur oberflächlich und strukturell völlig unbedenklich. Dabei ist alles perfekt stabil, alle Leimstellen sind bombenfest. Griffbrett und Bundstäbchen sind einwandfrei und zeigen keine Abnutzung. Die Halsrückseite ist makellos, wichtig für angenehmes Spielgefühl. Die Bespielbarkeit ist kinderleicht, dank schlankem Hals und niedriger Saitenlage – die Gitarre schreit nach Fingerstyle, Picking und Slide. Der massive Ahornhals sorgt für fetten Klang mit viel Volumen. Die Amateur ist perfekt eingespielt und entfaltet maximalen Sound: Laut, sofort ansprechend, akzentuiert, mit vollen Bässen und Mitten – kein Vergleich mit manchen schlechten, dünnen und blechernen Wandergitarren. Dies ist kein teures Stück für die Vitrine, diese Gitarre muss und will gespielt werden. Leicht genug spielbar, um eine phantastische Anfängergitarre zu sein, aber auch ein klangliches Statement für den fortgeschrittenen Gitarristen. Und natürlich allererste Wahl als das, was sie bisher immer war: Eine phantastische Reisegitarre.

Maße:
Länge über alles 98 cm; Länge Korpus 47,5 cm; Unterbug 35 cm, Taille 21 cm, Oberbug 26 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 5,4 cm; Gewicht 1.730 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm.

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