Framus 5/1-50 Amateur, 1967

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Instrument: 6-saitige Wandergitarre Framus 5/1 Amateur von 1967. 63er Mensur, mit der alten... mehr
Framus 5/1-50 Amateur, 1967

Instrument:
6-saitige Wandergitarre Framus 5/1 Amateur von 1967. 63er Mensur, mit der alten Framus-Kopfplattenform.

Material:
Fichtendecke, bookmatched verarbeitet, Ahorn-Zargen und Ahorn-Boden in gewölbter (Archback) Bauweise, ebenfalls bookmatched. Massiver, einteiliger Mahagoni-Hals, inkl. Kopfplatte aus einem Stück gefertigt. Flaches Griffbrett aus schönem Palisander, mit vier Punkteinlagen und Einstellstab. Brücke aus dunkel gebeiztem Birnbaum. Offene Mechaniken und vernickelter Saitenhalter.

Geschichte:
Unbekannt. Kam zu uns als einzige Parlor in einer größeren Framus Westerngitarren-Sammlung und diente dem Besitzer als Reisegitarre. Die vielen Spielspuren künden von unzähligen Spielstunden – geschont wurde die kleine Amateur dabei eher nicht. Ob in der Bahn, im Auto, beim Camping, am Lagerfeuer oder im Hotel – die Framus hat alles mitgemacht. Sie hat ihre Patina redlich verdient, aber alle Belastungen ohne Schaden überstanden.

Restaurierungsarbeiten:
Wir haben wir die Gitarre erst einmal aufwändig gereinigt und den Korpus ausgeblasen. Die diversen Dellen und Schrammen wurden sorgfältig retuschiert, alle Lackflächen anschließend aufwändig ballenpoliert. Griffbrett und Bundstäbchen wurden abgerichtet und anschließend poliert bzw. eingeölt. Eine abgebrochene Ecke am Schlagbrett haben wir repariert. Die Mechaniken wurde zerlegt, gereinigt und gängig gemacht sowie neu geölt, der Saitenhalter entrostet und poliert. Zum Schluss noch neue Saiten montiert und eine Grundeinstellung durchgeführt – fertig.

Aktueller Zustand:
In der Aged-Optik mit den Spielspuren vor allem auf der Decke und den etlichen winzigen, unterirdischen Lackrissen ist die Gitarre eine echte Patina-Schönheit. Der authentische Relic-Look ist einmalig und nicht künstlich herzustellen. Sie wirkt gar nicht wie eine deutsche Wandergitarre, sondern eher wie eine dieser legendären US-Vorkriegs-Parlors. Und so klingt sie auch – man hört den Blues von Robert Johnson und Mississippi John Hurt! Der Zustand ist ansonsten fast perfekt, die Patina ist selbstverständlich nur oberflächlich und strukturell unbedenklich. Dabei ist alles perfekt stabil, alle Leimstellen sind bombenfest. Griffbrett und Bundstäbchen sind einwandfrei und zeigen keine Abnutzung. Die Halsrückseite ist makellos, wichtig für angenehmes Spielgefühl. Die Bespielbarkeit ist kinderleicht, dank schlankem Hals und niedriger Saitenlage – die Gitarre schreit nach Fingerstyle, Picking und Slide. Zusammen mit den anderen hochwertigen Bauteilen sorgt hier vor allem der Mahagonihals für fetten Klang mit viel Volumen. Die Amateur ist perfekt eingespielt und entfaltet maximalen Sound: Laut, sofort ansprechend, akzentuiert, mit vollen Bässen und Mitten – kein Vergleich mit manchen schlechten, dünnen und blechernen Wandergitarren. Dies ist kein teures Stück für die Vitrine, diese Gitarre muss und will gespielt werden. Leicht genug spielbar, um eine phantastische Anfängergitarre zu sein, aber auch ein Statement für den fortgeschrittenen Gitarristen. Und natürlich allererste Wahl als das, was sie bisher immer war: Eine phantastische Reisegitarre.

Maße:
Länge über alles 98 cm; Länge Korpus 47,5 cm; Unterbug 35 cm, Taille 21 cm, Oberbug 26 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 5,4 cm; Gewicht 1.800 g; Saitenabstand 12. Bund 2-3 mm.

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