Framus 12501 Nashville Standard, 1974

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Instrument: Anfang der siebziger Jahre startete Framus mit der Nashville-Serie eine nie... mehr
Framus 12501 Nashville Standard, 1974

Instrument:
Anfang der siebziger Jahre startete Framus mit der Nashville-Serie eine nie dagewesene Qualitätsoffensive. Hochmoderne Instrumente mit Top-Ausstattung sollten die Wende bringen – leider zu spät und ohne Erfolg. Speziell die hochpreisigen Nashville-Solid-Bodies waren damals Ladenhüter, die niemand mehr wollte. Zu Unrecht, aber dementsprechend selten sind sie heute zu bekommen, speziell in diesem herrlichen Zustand.

Material:
Siebenlagiger Korpus, der im Wesentlichen aus zwei dicken Pinienteilen besteht. Dazwischen schmale Ahornstreifen sowie ein Deckfurnier auf Decke und Rücken, wieder aus Pinie. Zweiteilig längs verleimter Ahornhals mit Palisandergriffbrett und Halsstab. Auf der Kopfplatte zusätzlich ein schön geflammtes Stück Ahornfurnier. Verchromte und voll massive Hardware.

Technik:
Die Elektrik stammt von Bill Lawrence höchstpersönlich, damals noch als Billy Lorento bei Framus unterwegs. Zwei seiner legendären Humbucker, gesteuert über einen Vierfach-Wahlschalter, dazu Master-Volumen- und -Tonregler. Einfach, aufgeräumt und völlig ausreichend für richtig fette Basssounds.

Geschichte:
Unbekannt. Wir bekamen ihn angeboten und übernahmen ihn gerne. Bei Übernahme sah der Hals nicht gut aus. Im Gegensatz zum fast makellosn Korpus hatte er auf der Rückseite viele Spielspuren und einige tiefe Macken. Der Lack der Kopfplatte blätterte vom unsachgemäßen Montieren der Saiten kreisförmig ab und das originale Logo war nicht mehr vorhanden. Die Originalmechaniken waren nicht mehr komplett und der schwarze Kunststoffsattel an einer Stelle gebrochen. Wir haben noch niemals zuvor so einen Unterschied im Zustand zwischen Hals und Korpus gesehen!

Restaurierungsarbeiten:
Komplette, gründliche Reinigung, Politur aller Lackflächen am Korpus sowie aller Chromteile. Den Hals und die Kopfplatte mussten wir komplett abschleifen, grundieren und neu lackieren. Der besseren Spielbarkeit halber haben wir uns für eine seidenmatte Ausführung entschieden. Zuvor haben wir ein neues Logo aufgebracht und einlackiert. Da beim Schleifen der originale Datumsstempel verloren ging, haben wir ein Vorher-Foto als Nachweis. Anstatt der maroden Mechanikstückelei bekam der Bass einen Satz passende, geschlossenen Schaller-Mechaniken spendiert. In dieser Form auch damals schon teilweise Erstausstattung, genau wie der helle Hals – siehe Framus-Vintage-Buch Seite 263. Als Ersatz für den gebrochenen Plastiksattel haben wir einen hellen aus Knochen angefertigt. Abziehen und Einölen des Griffbretts, Schleifen und Polieren der Bundstäbchen, neue Saiten und Setup – damit waren die Arbeiten abgeschlossen.

Aktueller Zustand:
Die damaligen Ladenhüter haben sich in den letzten Jahrzehnten zu gesuchten Raritäten gemausert. Der kompromisslosen Qualität und Top-Ausstattung  zum Dank. Der Nashville hat einen immer noch modernen und zeitgemäßen Look, mit seinen wenigen Reglern und ohne Schlagbrett war er Anfang der Siebziger seiner Zeit weit voraus. Das Pinienholz zeigt eine aufregend schöne Maserung. Er besticht mit mächtigen, lauten und offenen Sounds von soft bis knackig, kein bisschen dumpf, und überraschend vielseitig. Bis auf ein paar winzige Spielspuren am Korpus ist er wieder perfekt. Kein Leichtgewicht, aber ein gesuchtes Sammlerstück und Highlight für Band und Bühne.

Maße:
Länge über alles 117 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 37,5 cm, Taille 25 cm, Oberbug 30 cm; Zargenhöhe 4 cm; Mensur 87 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4 cm, am 12. Bund 5,7 cm; Gewicht 4.580 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm.

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