Framus 07204 Caravelle Thinline, 1972

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Instrument: Framus 07204 (ehemals 5/117) Caravelle von Dezember 1972 (Stempel 72 L). Rote... mehr
Framus 07204 Caravelle Thinline, 1972

Instrument:
Framus 07204 (ehemals 5/117) Caravelle von Dezember 1972 (Stempel 72 L). Rote Lackierung im Stil der berühmten ES von Alvin Lee. Die Caravelle ist natürlich Framus‘ Antwort auf die legendäre Gibson ES, doch es gibt nicht wenige Musiker, die bei den Modellen der siebziger Jahre die Framus der Gibson vorziehen. Im Image vielleicht noch unterlegen, aber qualitativ und klanglich ist sie definitiv besser. Wichtiges Argument für viele Musiker sind die Kosten: Eine Caravelle ist nicht mehr billig, aber um ein vielfaches günstiger als eine Gibson aus dieser Zeit, die leicht über 4.000 € kosten kann. Dies hier ist die seltenere Version mit echtem, offenen Schallloch (gegenüber den geschlossenen mit nur aufgeklebter Schalllochattrappe). Wie alle Caravellen hochwertiger gebaut, als die vergleichbaren Atlantik und Sorento.

Material:
Der Korpus mit Decke, Seiten und Rücken ist aus Ahorn. Alles zugunsten der Stabilität und zur Feedbackvermeidung aus laminiertem Holz. So auch der bewährte Schichtholzhals aus laminierten Ahornstreifen. Insgesamt ist die Gitarre nahezu unzerstörbar und stabil bis heute. Dazu ein Ebenholz-Griffbrett, dicke Bindings überall. Die massive Framus-Tremoloeinheit, baugleich mit der von Bigsby, funktioniert zuverlässig und bewährt. Da die Gitarre ganz ohne Palisander auskommt, ist sie CITES-unkritisch und sehr gut für den Export z.B. in die USA oder häufige Reisen über EU-Grenzen geeignet.

Elektrik:
Die Ausstattung ist bewährter Standard. Keine zeitgeistigen Schaltungsexperimente, sondern ein Dreiweg-Tonabnehmer-Wahlschalter sowie ein Volumen- und zwei Tonregler, die die bewährten, breiten P-90 Single Coil Tonabnehmer steuern und unzählige Soundmöglichkeiten erlauben.

Geschichte:
Unsere Caravelle ist eine Wohnzimmergitarre, die nie auf Reisen und Bühnen oder in Proberäumen verschlissen wurde. Wir erwarben sie aus zweiter Hand von einem renommierten Sammler, wo sie die letzten 25 Jahre gar nicht mehr gespielt und mit entspannten Saiten UV-geschützt aufbewahrt wurde.

Restaurierungsarbeiten:
Da war nicht viel zu tun. Komplettreinigung innen und außen. Griffbrett und Bundstäbchen abgezogen und geölt bzw. poliert. Lackflächen aufwändig ballenpoliert, Hardware hochglanzpoliert. Elektrik kontrolliert, neue Saiten aufgezogen und Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Caravelles sind gar nicht mal so selten, aber nach diesem Zustand muss man schon lange suchen und Glück haben. Authentischer Vintage-Look ohne Abnutzungsspuren, Lackrisse oder Fehler, ein wirklich phantastischer Sound und eine neuzeitliche Bespielbarkeit zeichnen diese Framus aus. Bis zum letzten Schräubchen ist alles im Originalzustand. Griffbrett und Bundstäbchen sind neuwertig, die Pickups taufrisch – hier gibt es nichts zu restaurieren. Einige wenige Minikratzerchen und Spielspuren stören überhaupt nicht. Ein außergewöhnlicher Zustand für ein fast 50 Jahre altes Instrument! Erste Wahl für Player und Sammler – warum das vierfache für eine siebziger Gibson ausgeben?

Maße:
Länge über alles 104 cm; Länge Korpus 46,5 cm; Unterbug 41 cm, Taille 23 cm, Oberbug 29 cm; Zargenhöhe 4,5 cm am Hals; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,2 cm, am 12. Bund 5,2 cm; Gewicht 3.700 g; Saitenabstand 12. Bund 1-2 mm.

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