Framus S-1000 „Special“, Einzelstück, 1975

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Framus S-1000 „Special“, Einzelstück, 1975

Instrument:
Basis dieses Einzelstücks mit Double Cutaway sind Korpus und Hals der Framus S-1000, komplettiert mit serienmäßigen Framus-Teilen von  Ende der sechziger Jahre. Sie ist eine Thinline mit Zentralblock und nur einem oberen Schallloch. Dies, weil aufgrund der eigentlichen elektrischen Ausstattung der S-1000 unten kein Platz für ein zweites Schallloch war.

Material:
Der große 17“-Korpus hat eine dicke, schwere und laminierte Decke aus feinjähriger Fichte sowie Seiten und Rücken aus Ahorn, der Rücken wunderschön geflammt. Der Hals aus dem unverwüstlichen Ahorn-Schichtholz hat ein Ebenholz-Griffbrett mit echten Perlmutteinlagen im Bow-Tie-Stil und seitlichen Zierstreifen neben dem Halsbinding. Massive, vernickelte Hardware, Stair-Step-Saitenhalter, voll kompensierbare Rollenbrücke, Perloid-Schlagbrett und neue Framus-Vintage-Mechaniken. Perfekt ausgeführte dreifarbige Sunburst-Lackierung.

Elektrik:
Die zwei legendären Framus P90-Pickups werden über einen Dreiweg-Kippschalter geschaltet und mit einem Master-Volumen und einem Master-Tonregler gesteuert. Einfach, intuitiv und völlig ausreichend.

Geschichte:
In den Konkurswirren der Siebziger Jahre wurden den freien Framus-Heimarbeitern teilweise nicht mehr die vollen bzw. gar keine Honorare ausgezahlt. Etliche hielten sich schadlos, indem sie Gitarrenteile später nicht mehr zurückgaben und versuchten, sie einzeln oder als fertig gebaute Instrumente zu verkaufen. Da in diesen Zeiten zum einen Framus nicht mehr auf der Höhe der Zeit war und zum zweiten viele solcher Teile kursierten, gelang es oft nicht, solche Einzelstücke für angemessenes Geld loszuschlagen. So auch unsere Gitarre: Ein Gitarrenbauer, dessen Namen wir hier nicht nennen, behielt diesen S-1000-Korpus samt Hals. Er baute später dann mit originalen Framusteilen aus den späten sechziger Jahren eine wunderbare Thinline daraus. Verkaufen konnte oder wollte er sie jedoch nicht und so blieb sie bis zu seinem Tod in den achtziger Jahren ungespielt in seiner Werkstatt stehen. Als diese anschließend sehr kurzfristig geräumt werden musste, wussten sich die Erben nicht anders zu helfen und warfen praktisch die gesamte Werkstatteinrichtung in einen dafür bereit gestellten Müllcontainer. Dort wiederum sah sie ein anderer Bubenreuther Gitarrenbauer, der den Großteil des Containerinhalts für einen symbolischen Preis von 100 DM abholte und in seine Werkstatt schaffte. In den folgenden Monaten verkaufte er den größten Teil der Sachen einzeln und Stück für Stück. Er montierte auch die Mechaniken der Gitarre ab, vermutlich um sie anderweitig zu verwenden oder zu verkaufen. Wir wissen nicht, welche dort montiert waren. Und so landete die Gitarre um 1990 bei einem deutschen Sammler, wo sie weitere 30 Jahre ungespielt stehen blieb, bis wir sie schließlich 2020 erwerben konnten. Er hat uns auch die ganze Geschichte erzählt und kennt die Namen der Protagonisten. Bis heute wurde die Framus nie nennenswert eingesetzt.

Restaurierungsarbeiten:
Wir haben die Gitarre gereinigt und poliert, den Korpus ausgeblasen, die Bundstäbchen poliert und das Griffbrett geölt. Den kompensierten Holzsteg haben wir durch ein originales New-Old-Stock-Modell aus den Siebzigern ersetzt sowie neue Framus-Vintage-Mechaniken montiert. Neue Saiten aufgezogen, eine Grundeinstellung durchgeführt und nun ist die Gitarre seit vielen Jahrzehnten endlich wieder spielbereit.

Aktueller Zustand:
Die Gitarre ist im Quasi-Neuzustand. Ein 17“-Thinline-Monster in perfektem Zustand, das darauf brennt, endlich eingesetzt zu werden. Die wenigen winzigen Macken dürften weniger vom Spielen, sondern von den abenteuerlichen Container-, Transport- und Lager-Eskapaden kommen. Es gibt keine Holz- oder Lackrisse, keine Spielspuren, keine Ausbleichungen und selbstverständlich auch keine sonstigen Schäden. Die Framus ist nahezu makellos. Ein weltweit einmaliges Sammlerstück und nur hier zu bekommen. Dabei ist es eine absolute High-End-Gitarre: Die S-1000 war in den Siebzigern mit das Beste und Teuerste, was Framus gebaut hat, entsprechend ist die Korpus- und Halsqualität. Das ganze kombiniert mit bewährten und hochwertigen Teilen ergibt eine wirklich phantastische Gitarre. Sie spielt sich dabei kinderleicht, der modern konturierte Hals und die niedrige Saitenlage machen es möglich. Der Klang ist unverstärkt aufgrund der dicken Decke und des einen Schalllochs natürlich limitiert, aber am Verstärker fliegt sie! Nahezu rückkopplungsfrei liefert sie mächtigen Sound aus taufrischen Pickups und hält mit jeder modernen E-Gitarre mühelos mit.

Maße:
Länge über alles 107 cm; Länge Korpus 49 cm; Unterbug 44 cm; Taille 26 cm; Oberbug 32 cm; Zargenhöhe 4 cm; Mensur 63,5 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,1 cm, am 12. Bund 5,1 cm; Gewicht 2.840 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm.

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