Framus 5/168-52 Strato De Luxe, 1964

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Framus 5/168-52 Strato De Luxe, 1964

Instrument:
Die Strato De Luxe war in den Sechzigern die Volumen-Solid-Body von Framus und wurde in diversen Ausführungen gebaut. Form und Name sind sicherlich US-beeinflusst, trotzdem ist dies eine eigenständige Konstruktion mit eigener Charakteristik. Hier haben wir ein einfach ausgestattetes Modell mit wenig zeitgeistiger Elektriküberfrachtung und trotzdem exklusiver Ausstattung. Sie trägt die Stanze 64 H, wurde also im August 1964 gebaut.

Material:
Dieser Korpus in der seltensten Version in Sandwichbauweise trägt oben und unten eine Schicht längs verleimtes Mahagoni- und Ahornfurnier, gut sichtbar durch die halbtransparente Sunburst-Lackierung. Auch der Hals besteht aus dem tausendfach bewährten und unzerstörbaren Ahorn-Schichtholz mit einem Palisander-Griffbrett mit Punkteinlagen. Kombiniert wird dies mit einem geradezu dramatisch gemusterten Perloid- und zwei verchromten Metallschlagbrettern. Auch damals sehr extravagant – ein echtes Showinstrument. Typisch Framus: Es wurde eine Brücke mit Dämpferanbau, aber ohne Dämpfer montiert. Damals üblich, so sparte man Kosten.

Elektrik:
Zwei der legendären Framus  P 90-Single Coils werden von einem Master-Volumen und zwei getrennten Klangreglern gesteuert. Dazu je ein An-Aus- sowie Rhythmus-Solo-Schalter. Gut überschaubar, einfach, praktisch und variationsreich.

Geschichte:
Die Gitarre begann ihr Leben als Ladenhüter im Musikhaus Geiermann in Mayen. Als Elektrogeräte-Fachgeschäft existiert der Laden bis heute. Sie lag erst im Schaufenster, dann im Laden und zum Schluss im Lager. Obwohl der empfohlene Verkaufspreis schon 1964 bei damals teuren 350 Mark lag, wurde sie vier Jahre später zum Schnäppchenpreis von 280 Mark verkauft. Die Originalrechnung ist vorhanden! Der Inhaber des Ladens hatte sie seinem guten Bekannten angeboten und der schlug zu – obwohl er nicht Gitarre spielen konnte, es auch später nie lernte und natürlich auch keinen Verstärker dafür hatte! Die beiden Töchter erzählten uns später, dass ihr Vater immer mal wieder solche teuren Sachen kaufte, die ihm einfach gefielen, auch wenn er absolut nichts damit anfangen konnte. Und angeblich gab es deshalb auch immer wieder häusliche Streitereien, denn seine Frau war erwartungsgemäß wenig angetan von diesen Eskapaden. Dementsprechend stand die Gitarre dann 50 Jahre mehr oder weniger herum, mal als Deko, meistens aber gut verpackt im Schrank, ab und zu wurde sie an einen Freund ausgeliehen, der sie dann wohl auch gelegentlich spielte. Nach dem Tod des Vaters bekamen wir die Gitarre von den Töchtern angeboten und griffen natürlich zu. Erwähnenswert ist noch, dass der Vater wohl immer erzählte, die Gitarre sei extrem wertvoll und wir den Töchtern erst einmal eine Enttäuschung bereiten mussten, als wir die geforderten 3.000 € nicht akzeptierten. Aber wir konnten uns schließlich auf einen für beide Seiten fairen Preis einigen und das wunderschöne Stück deshalb jetzt hier anbieten.

Restaurierungsarbeiten:
Keine. Wir haben die Gitarre nur geprüft, grundgereinigt, neue Saiten montiert (vermutlich war noch die Erstausstattung aufgezogen!) und ein Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Unsere Strato De Luxe ist technisch perfekt und ein optischer Hingucker. Einige Mikrokratzer an den Seiten, etwas Belag auf dem Chrom, ein paar winzige Lackrisse auf der Kopfplatte – das alles kommt wohl eher vom Rumstehen als vom Spielen und ist natürlich völlig unbedenklich und kaum zu fotografieren. Halsrückseite, Griffbrett, Bundstäbchen und Mechaniken sind makellos und praktisch im Neuzustand. Der Hals ist kerzengerade, die Saitenhöhe mit 1-2 mm am 12. Bund perfekt. Natürlich ist die Strato bis hin zum kleinsten Schräubchen im Originalzustand. Hier hat niemals jemand gebastelt oder „optimiert“. Die Elektrik funktioniert einwandfrei und ohne Kratz- und Störgeräusche. Die Soundvarianten sind vielseitig und reichen von knalligem Sixties-Beat über weiche Shadows-Klänge bis hin zur harten Rockgangart. Man kann sie also durchaus als „Die Eine“ besitzen und spielen – und sie möchte nach 56 Jahren bestimmt endlich mal gespielt werden! Aber in diesem Zustand ist sie auch ein potenzielles Sammlerstück mit Vitrinentauglichkeit – das Design gibt es allemale her. Wir behaupten: In diesem Zustand ist keine weitere auf dem Markt.

Maße:
Länge über alles 102 cm; Länge Korpus ca. 50 cm; Unterbug 35 cm, Taille 24 cm, Oberbug 29 cm; Korpusdicke 3,5 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Sattel 4 cm, am 12. Bund 5 cm; Gewicht 3.200 g; Saitenabstand 12. Bund 1-2 mm (in beide Richtungen einstellbar).

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