Gustav Glassl Thinline, 1962, DeArmond-Tonabnehmer

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Instrument: Gustav Glassl, geb. 1923 in Schönbach, war Schüler von Franz Hirsch und einer der... mehr
Gustav Glassl Thinline, 1962, DeArmond-Tonabnehmer

Instrument:
Gustav Glassl, geb. 1923 in Schönbach, war Schüler von Franz Hirsch und einer der besten Archtopbauer der deutschen Nachkriegszeit. Er hatte einen sehr individuellen, unverkennbaren Stil mit innovativen Gestaltungsideen. Er baute viele Gitarren für andere Marken und vermarktete die meisten seiner eigenen ohne Label. So wie diese – in schöner Black-Rose-Lackierung. Natürlich hat sie alle typischen Glassl-Merkmale wie die asymmetrisch geformte Kopfplatte oder die Schalllöcher mit einer schmalen und einer breiteren – runden! – Spitze.

Material:
Eine typische Geigenbauergitarre: Alles aus Ahorn! Der Korpus hat eine massive Decke und laminierte Seiten und Rücken. Der Ahornhals ist stabil längs verleimt und besteht aus drei Teilen, in der Mitte ist ein Mahagonistreifen. Mit dem Griffbrett haben wir also vier Teile, d.h. drei Leimfugen, dazu einen Halseinstellstab, das gibt Stabilität. Dicke Bindings um Korpus, Hals, Kopfplatte und Schalllöcher, dreilagig um die Decke. Palisandergriffbrett mit fünf Perloid-Trapezeinlagen. Kopfplatte mit schöner, echter Perlmutteinlage. Offene Messing-Mechaniken.

Elektrik:
Neuer DeArmond Rhythm Chief 1000 Halspickup, baugleich mit den alten Originalen. Volumenregelung über Schatten-Design Daumenrädchen, unauffällig im oberen Schallloch. Standard-Klinke im Unterbug.

Geschichte:
Die Gitarre wurde zu Anfang ihrer Laufbahn mit Sicherheit intensiv gespielt, davon künden einige Spuren, dann aber irgendwann nicht mehr sehr pfleglich behandelt. Die Verankerung des Saitenhalters war stark verbeult, Schlagbrett und Halsstababdeckung fehlten, der obere Gurtknopf war herausgerissen. Dieses traurige Überbleibsel landete dann bei einem Sammler, der den Wert erkannte, die Glassl aber auch gerade nur spielbar machte. Wir übernahmen sie 2019 dann zusammen mit weiteren Instrumenten und haben sie jetzt aufgearbeitet, komplettiert und in Topzustand versetzt.

Restaurierungsarbeiten:
Komplettreinigung, Korpus ausgeblasen, original Nitrolack von Korpus und Hals mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet. Das Griffbrett wurde abgezogen und geölt, die Bundstäbchen poliert. Aus unserem Bestand an alten Originalteilen haben wir einen passenden, unbenutzten ABM-Müller Saitenhalter, ein ebenso unbenutztes altes Schlagbrett, einen alten Gurtknopf sowie eine schöne Messing-Halsstababdeckung ergänzt. Da das rein akustische Volumen bei einem nur 4,5 mm starken Korpus naturgemäß limitiert ist, entschlossen wir uns, die Gitarre mit einem DeArmond-Tonabnehmer inkl. Standardbuchse und Volumen-Daumenrädchen im Schallloch auszustatten. Schließlich wurden noch neue Saiten montiert und ein Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese wunderschöne Glassl in klassischer Black Rose Lackierung ist nun wieder komplett und trotz schmalen Griffbretts in perfekt spielbarem Topzustand, dank niedriger Saitenlage und modernem Halsprofil. Die Aufrüstung mit Pickup war ein voller Erfolg, vor allem der verstärkte Klang ist überwältigend! Alte, gut eingespielte Gitarre plus DeArmond ist klanglich nicht zu übertreffen! Besser kann eine alte Archtop nicht klingen! Sanft, holzig, mit schneller Ansprache und unendlich viel Tiefe – so einen Sound gibt es nur bei alten Gitarren. Ansonsten ist alles stabil und sehr solide und gut für die nächsten 50 Jahre. Rundherum finden sich einige  kleinere Spielspuren, insgesamt wenig für 58 Jahre Gitarrenleben. Zwei jetzt geschlossene  Bohrlöcher in der unteren Seite sind völlig unbedenklich und optisch unbedeutend. Da war ursprünglich mal eine Pickupplatte festgeschraubt. Alles andere ist selbstverständlich fest und stabil und frei von Schäden. Alles in allem ist dies ein echtes und seltenes Glassl-Sammlerstück. Soll man so etwas spielen oder in die Vitrine stellen? Wir meinen, mit diesem Klang und dieser perfekten Bespielbarkeit ist die Gitarre viel zu schade, um nur als Dekostück zu dienen. Eine Wertanlage ist sie allemal.

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 42 cm, Taille 25 cm, Oberbug 30 cm; Zargenhöhe 4,5 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,2 cm, am 12. Bund 4,8 cm; Gewicht 2.300 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm, verstellbar.

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