Framus 5/109 Jan Akkerman, 1976

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Framus 5/109 Jan Akkerman, 1976

Instrument:
Die legendäre Akkerman ist vielleicht die beste Gitarre, die Framus jemals gebaut hat und eine der besten damals verfügbaren E-Gitarren. Sie war auf jeden Fall die teuerste Gitarre, die Framus damals im Angebot hatte: 2.190 DM waren 1976 unglaublich viel Geld und für Hobbygitarristen nicht erschwinglich. Die Gitarre entstand in der Zusammenarbeit zwischen Framus, Bill Lawrence (Billy Lorento) und dem damaligen Superstar und Focus-Gitarristen Jan Akkerman. Die wenigen Instrumente, die damals verkauft wurden, sind heute sehr gesuchte Raritäten und fast nie am Markt zu haben. Wer eine Akkerman besitzt, gibt sie nicht mehr her. Unsere Akkerman ist „Cherryrot-Schattiert“ und trägt den Datumsstempel L76. Sie wurde somit im November 1976 gebaut und dürfte damit eines der letzten Exemplare sein.

Material:
Die Gitarre ist eine Semi-Solidbody. Die gewölbte Decke besteht aus einer Schicht massiver, bis zu 1,5 cm dicker Alpenfichte, bookmatched aus zwei Teilen gefertigt. Darunter folgen zwei jeweils 2,5 cm starke Ahornschichten, der Boden besteht aus mehreren Schichten Ahornfurnier, die unterste, sichtbare natürlich schön geflammt und wieder bookmatched angelegt. Der zweiteilig längs verleimte Hals ist aus Ahorn und inkl. Kopfplatte durchgehend gefertigt. Die Kopfplatte trägt eine Lage Ebenholzfurnier mit herrlichen, echten Perlmutteinlagen. Auch das Griffbrett besteht aus Ebenholz und verfügt auf 10 Bünden ebenfalls über wunderschöne, echte Perlmutteinlegearbeiten. Die Hardware ist komplett vergoldet. Die Mechaniken stammen von Schaller, die Elektrik von Bill Lawrence. Die Framus hat dicke, cremeweiße und bis zu sechslagige Bindings um Korpus, Schallloch, Hals und Kopfplatte.

Elektrische Ausstattung:
Hier verrichten Legenden auch 45 Jahre nach Produktion ihre Arbeit ohne Fehl und Tadel: Die „Nashville-Antihum-Sound-Pickups“ – natürlich Humbucker – vom Meister Bill Lawrence setzen Maßstäbe bis heute. Dazu war der Sechsfach-Wahlschalter eine Innovation für sich, er macht die Regelung der Gitarre kinderleicht.

Geschichte:
Diese Gitarre hatte ein sehr ruhiges Leben und eine ungewöhnliche Geschichte: Denn der damalige Werks-Lackiermeister von Framus, ein Herr Schneider (Sohn des Firmengründers von Albert Schneider, Luby – das Unternehmen existiert bis heute), überreichte die Gitarre seiner Tochter als Weihnachtsgeschenk! Leider ohne den zugehörigen Koffer, warum, ist nicht mehr bekannt. Da die Tochter aber nicht Gitarre spielte und auch keine Ambitionen hatte, es zu lernen, verschwand die Gitarre für die nächsten rund 25 Jahre gut eingewickelt unter dem Bett. Dann, Anfang der 2000er Jahre, benötigte die Tochter zur Anschaffung eines teueren Computers Geld und verkaufte die Akkerman sowie eine Nashville Super De Luxe an einen süddeutschen Sammler, der sie aber ebenfalls nicht spielte, weil sie ihm dafür zu schade war. Von ihm konnten wir dieses einmalige Stück übernehmen und freuen uns, es nun hier als besonderes Highlight anbieten zu können.

Restaurierungsarbeiten:
Keine. Die Gitarre ist bis hin zu den Originalsaiten im unrestaurierten und ungespielten Neuzustand.

Aktueller Zustand:
Wir trauen uns zu behaupten, dass es eine Akkerman in diesem Zustand weltweit kein zweites Mal gibt. Sie dokumentiert die meisterhafte Fertigungsqualität, die Framus in den Siebzigern mit seinen Nashville-Instrumenten erreichte – leider so aufwändig und ineffizient, dass die Firma daran scheiterte und 1976 in Konkurs ging. Der hohe Anspruch und die Liebe fürs Intrument steckt hier in jedem Detail: Ob es der wunderschön ausgeformte Halsübergang in den Korpus ist, der elegante florentinische Cutaway, die edlen Perlmutt-Einlegearbeiten, die hochwertige und perfekte Lackierung – besser geht Gitarrenbau auch heute nicht. Der Zustand ist makellos, Bundstäbchen und griffbrett unbenutzt, die Lackoberflächen perfekt, das elektrische System kratz- und brummfrei  – so kamen Akkermans damals neu aus dem Musikgeschäft. Auch die Bespielbarkeit ist hervorragend, dank schmalem Halsprofil und niedriger Saitenlage. Der Sound ist sehr vielseitig. Es geht eigentlich alles, die Bedienung ist einfach und logisch. Die Fraums ist ein Sustainmonster und singt bis in die höchsten Lagen. Soll man diese Gitarre jetzt endlich spielen? Oder ist sie eine makellose Wertanlage, die in die Vitrine gehört? Das überlassen wir dem Käufer. Aber wer eine perfekte Akkerman haben möchte, sollte diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen, denn in diesem Zustand und mit dieser Geschichte gibt es keine Zweite.

Maße:
Länge über alles 103 cm; Länge Korpus 47 cm; Unterbug 35,5 cm, Taille 21 cm, Oberbug 26 cm; Zargenhöhe 6 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,3 cm, am 12. Bund 5,5 cm; Gewicht 3.900 g; Saitenabstand 12. Bund 1-2 mm (einstellbar).

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