Höfner 176 Solid De Luxe, Vinyl, 1965

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Höfner 176 Solid De Luxe, Vinyl, 1965

Instrument:
Die 176 war eines der erfolgreichsten Höfner-Modelle, wurde – als Nachfolger der 175 – fast zwanzig Jahre lang von 1964 bis 1983 gebaut und war eines der Topmodelle der 170er-Serie. Unsere ist eine ganz frühe 176 von 1965. Der damaligen, kurzzeitigen Mode folgend, hat sie die originale Vinylausstattung in „Snakeskin Red“. Diese Korpusse wurden alle von der Firma Jakob Winter in Nauheim, eigentlich einem Instrumentenkoffer-Hersteller, in einem Vakuumverfahren mit Kunstleder bezogen.

Material:
Der Korpus ist aus Erlenholz gefertigt, der Hals besteht inkl. Kopfplatte aus einem durchgehenden Stück Ahorn. Das Palisander-Griffbrett hat die üblichen, üppigen, zweifarbigen Perloid-Einlagen auf acht Bünden und einen vom Halsende zugänglichen Stahl-Einstellstab. Geschlossene Einzelmechaniken mit transparenten Celluloid-Kronen-Griffen. Voll einstellbare, rollengelagerte Brücke zur Kompensation der Tremolobewegung. Bewährte und stimmstabile Vibratoeinheit. Die Form der Gitarre ähnelt dem Fender Jazz Bass.

Elektrik:
Drei Humbucker „Staples“ Tonabnehmer, die mit Abstand besten aus der Serie und alleine schon ein kleines Vermögen wert. Jeder einzeln durch Schiebeschalter zu aktivieren, daraus ergeben sich sieben verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Und jeder mit eigener Tonregelung durch Rändelrad. Ein Lautstärkeregler, ein Tonwahlschalter für Klangfarbeveränderung, wirksam bei jeder Tonabnehmerschaltung und ein Rhythmus-Solo-Schalter. Daraus ergeben sich praktisch unendliche Klangregelungsmöglichkeiten.

Geschichte:
Unbekannt. Aber diese Gitarre ist ein Player, die während seines bisherigen Lebens sicher unzählige Stunden gespielt wurde. Warum wissen wir nicht, aber irgendwann einmal brach das untere Ende des Schlagbretts und wurde repariert. Ansonsten wurde die Gitarre sicher immer pfleglich behandelt. Dazu zeigt sich wieder einmal, dass die Kunstlederoberfläche praktisch unempfindlich ist und kaum Spielspuren annimmt. Wo auch immer, diese 176 war ein Workhorse, aber in guten Händen.

Restaurierungsarbeiten:
Als wir sie übernahmen, war die Gitarre in gutem, aber stark bespieltem Zustand und ziemlich dreckig. Die Elektrik war komplett defekt, es kam kein Ton mehr raus. Diese Aufgabe haben wir dem Münchner Gitarrenelektrik-Guru Helmuth Lemme überlassen. Er musste zwei der drei Pickups neu wickeln, alles ordentlich neu verdrahten und verlöten und dabei diverse Kurzschlüsse und Reglerfehler beseitigen. Jetzt ist die Elektrik aber besser als neu! Wir haben die Gitarre natürlich aufwändig gereinigt, die Vinyloberfläche poliert, das Griffbrett abgezogen und geölt und die Bundstäbchen poliert. Die gesamte Hardware wurde gereinigt und poliert. Einen fehlenden Gurtknopf haben wir durch ein Original ersetzt. Abschließend wurden neue Saiten montiert und ein Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese 176 ist – nicht zuletzt aufgrund der extrem tiefen Saitenlage – ein Player mit neuzeitlicher Bespiel- und Belastbarkeit. Der Klang ist einerseits typisch sechziger und Beatära, andererseits aber auch sehr flexibel. Von Jazz über Rockabilly bis Heavy geht hier alles. Sie wurde mit Sicherheit fleißig gespielt, erstaunlich, dass sie dabei nur zwei Schönheitsfehler abbekommen hat: Einige winzige Kratzer auf der Kopfplatte und das reparierte Schlagbrettende. Alles andere ist in Topzustand, zu 100% original und lässt die Gitarre fast unbenutzt aussehen. Der Hals ist bolzengerade, Griffbrett und Bundstäbchen einwandfrei. Der Saitenabstand ist dabei perfekt niedrig und ohne Schnarren. Alles ist stabil und funktioniert vorbildlich. Die Elektrik funktioniert dank Helmuths Superjob wieder einwandfrei und ohne Kratz- und Störgeräusche. Vom Showinstrument für die Bühne über echten Player bis hin zum authentischen Sammlerstück – diese Gitarre erfüllt alle Wünsche. Und wir würden jede neue Fernost-Serienware zum vergleichbaren Preis ohne Zögern dafür stehen lassen – mehr Spirit und Mojo geht nicht.

Maße:
Länge über alles 99 cm; Länge Korpus 49 cm; Unterbug 34 cm, Taille 22 cm, Oberbug 28 cm; Korpusdicke 3,5 cm; Mensur 64 cm (Sattel bis Steg); Breite Griffbrett am Sattel 4,3 cm, am 12. Bund 5,1 cm; Gewicht 3.550 g; Saitenabstand 12. Bund 1-2 mm (einstellbar).

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