Höfner Senator (Selmer), 1959

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Instrument: Diese wunderschöne Gitarre ist eine Export-Höfner für den britischen Markt. Die... mehr
Höfner Senator (Selmer), 1959

Instrument:
Diese wunderschöne Gitarre ist eine Export-Höfner für den britischen Markt. Die Firma Selmer in London war von 1953 bis 1975 Generalimporteur für Höfner. Diese Gitarren haben andere Namen und unterscheiden sich auch in den Details (wie z.B. der Kopfplattengestaltung) von den deutschen Modellen.

Material:
Die Gitarre ist komplett aus wunderschön geflammtem Ahorn gefertigt – eine typische Geigenbauergitarre. Der Hals ist dreifach längst verleimt mit einem Sperrstreifen aus Mahagoni in der Mitte. Er ist inkl. Kopfplatte aufwändig aus einem Stück gefertigt und hat schon einen Halseinstellstab. Das Griffbrett besteht aus Palisander mit den jeweils drei Perloid-Punkten in fünf Bünden. Die Brücke ist aus schwarz gebeiztem Birnbaum. Offene Messing-Mechaniken. Die Lackierung ist farblos klar und bringt das schöne Holz voll zur Geltung.

Geschichte:
Unbekannt. Wir übernahmen sie stark verdreckt und verstaubt, anstelle des fehlenden Original-Schlagbretts war wohl lange Zeit ein unpassender Framus-Pickupträger montiert.

Restaurierungsarbeiten:
Die Höfner wurde vollständig zerlegt und sehr gründlich und mühsam gereinigt. Den Korpus haben wir ausgeblasen und ganze Generationen an Wollmäusen verscheucht. Der Original-Nitrolack wurde aufwändig mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet – er glänzt nun wieder traumhaft schön. Die komplett schwarz angelaufenen Messing-Mechaniken haben wir aufgearbeitet, wieder zum glänzen gebracht und poliert, abschließend geölt. Der etwas angerostete Saitenhalter wurde poliert. Die Bundstäbchen wurden poliert, das Griffbrett abgezogen und geölt. Ein passendes Schlagbrett in Originalfarbe und – form haben wir angefertigt und montiert. Abschließend noch neue 11er-Pyramid-Saiten und eine Grundeinstellung – das war‘s.

Aktueller Zustand:
Eine 1959er Senator ist heute schon eine Rarität, erst recht in diesem Zustand. Gegen das Licht bemerkt man ein paar Mikrokratzer auf der Rückseite und die Streben des Saitenhalters sind nicht ganz perfekt geworden. Unter dem ehemaligen Pickupträger ist das Holz etwas heller, aber das wird mit den Monaten unter UV-Einwirkung von alleine verschwinden. Der Lack ist wieder tief und glänzend wie am ersten Tag, das geflammte Holz ein Traum, die Kopfplattenauflage perfekt. Natürlich ist die Gitarre wieder blitzsauber und geruchsfrei, alle Leimstellen sind bombenfest. Sonstige Schäden gibt es nicht. Griffbrett und Bundstäbchen sind einwandfrei. Der alte Hals perfekt gerade und spielt sich wunderbar leicht und ohne Einschränkungen, die Saitenlage ist niedrig, das Profil neuzeitlich. Der Klang ist herrlich warm und holzig, einfach sehr gut eingespielt, offen, laut und durchsetzungsfähig. (Kein bisschen schrill und blechern wie bei schlechten Sperrholzarchtops.) Gitarren wie diese haben Höfner berühmt gemacht! Sie ist sofort uneingeschränkt einsetz- und belastbar, aber vor allem ein seltene Gelegenheit für Sammler und Schmuckstück für jede Vitrine.

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 41,5 cm, Taille 24,5 cm, Oberbug 30 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 5,4 cm; Gewicht 2.080 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm (einstellbar).

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