Arnold Hoyer Famos, 1956

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Instrument: Diese vollakustische Archtop von Arnold Hoyer ist sehr hochwertig gebaut. Sie ist... mehr
Arnold Hoyer Famos, 1956

Instrument:
Diese vollakustische Archtop von Arnold Hoyer ist sehr hochwertig gebaut. Sie ist ein typischer Vertreter der deutschen Designkompetenz und Produktqualität der fünfziger Jahre: Der Ursprung von „Made in Germany“. Nur wenige konnten sich in einer Zeit, in der das durchschnittliche Netto-Monatseinkommen 184 Mark betrug, solch eine Gitarre leisten, entsprechend selten sind sie heute. Auf der Rückseite des Schlagbretts ist wie bei vielen hochwertigen Hoyer-Gitarren das Baudatum handschriftlich mit Bleistift vermerkt: 5.12.1956 – siehe Foto.

Material:
Massive, handgeschnitzte Decke aus bookmatched verarbeiteter Alpenfichte, Seiten und einteiliger Boden aus massivem Ahorn. Zweiteilig längs verleimter Hals, ebenfalls aus Ahorn, das alles wunderschön schwarz-cognacfarben lackiert. Griffbrett aus ostindischem Palisander. Der Hals hat eine Metallverstärkung, erkennbar an der kleinen Bohrung hinter dem Sattel, Arnold Hoyer begann bereits sehr früh mit dieser Bauart. Die Kopfplatte trägt ein Ebenholzfurnier, darin der typische Famos-Perloidkeil. Farblich perfekt dazu passend das aufwändig gearbeitete Schlagbrett und die Griffbretteinlagen an vier Bünden inkl. dem roten Streifen im 12. Bund. Ein Detail, welches einige deutsche Gitarrenbauer damals verwendeten. Als Brücke kam die Arnold-Hoyer-Patentbrücke mit den verstellbaren „Feuerzeugrädchen“ zum Einsatz, hier noch mit der Stanze „D.B.P. ang“, was für „angemeldetes Deutsches Bundespatent“ steht. Von 1955 bis 1957 haben alle original Hoyer-Brücken diese Stanze, danach (nach Patenterteilung) nur noch D.B.P. Der massive Saitenhalter stammt von ABM-Müller. Sowohl die offenen Mechaniken, als auch die noch originalen Bundstäbchen sind – typisch für die Zeit – aus Messing gefertigt.

Geschichte:
Unbekannt. Wir fanden die Gitarre im Hinterzimmer eines alten, kleinen Musikgeschäfts und griffen sofort zu. Sie muss viel gespielt worden sein, der offene Klang und die Spielspuren belegen es. Irgendwann gab es wohl auch mal einen Unfall, denn in der Decke sind zwei alte Risse. Sie wurden gut verleimt, sind bombenfest und die Decke schwingt einwandfrei, deshalb haben wir daran nichts gemacht. Auch wurden sehr laienhaft Side-Dot-Bohrungen gesetzt, die wir wieder entfernt haben.

Restaurierungsarbeiten:
Vollständige Reinigung innen und außen inkl. Ausblasen des Korpus. Ein paar kleinere Macken wurden retuschiert und alle Lackflächen aufwändig ballenpoliert und versiegelt. Griffbrett leicht geschliffen und geölt. Bundstäbchen abgezogen und poliert. Die rot ausgemalten Löcher der Side-Dots an vier Bünden haben wir geschlossen und retuschiert. Die schwarz angelaufenen Messingmechaniken wurden gereinigt und poliert, auch der Saitenhalter wurde poliert. Abschließend neue Saiten aufgezogen (Pyramid 11“ Bronze, Roundwound) und ein Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese wunderschöne, schwarz-cognac-weiße, dreifarbige Arnold Hoyer ist ein Fünfziger-Jahre-Klassiker. Hier steckt die Liebe und Begeisterung der Hoyer-Familie in jedem Detail! Sie wurde anfangs sicher endlos gespielt, der Klang ist phantastisch: Laut und akzentuiert, warm und holzig, kein bisschen blechern oder schrill. Und er steht endlos. Ihr Sound kann nicht nur „Schlaggitarre“, sondern auch jegliche Soloeinlagen tragen. Sie spielt sich mit ihrer sehr niedrigen Saitenlage und dem modern konturierten, schlanken Hals kinderleicht und kann auch dicke Saiten vertragen. Die Gitarre ist technisch und optisch wieder einwandfrei. Wunderschöner, leicht krakelierter Nitrolack und genau die richtige Patina für ein 66 Jahre altes Instrument. Kleiner optischer Makel sind die unsachgemäß (und falsch!) auf der Decke angebrachten Brückenmarkierungen, die wir nur mit tiefem Schleifen wegbekommen hätten und deshalb gelassen haben. Den wunderschönen Cognacton der Decke muss man unbedingt erhalten! Übrigens: Auf den Bildern scheint auf der Rückseite – vermutlich durch das Blitzlicht – eine zweifarbige Schattierung zu sein, das ist im Original nicht so! Alles ist zu 100% stabil, alle Leimstellen sind bombenfest, die Gitarre ist natürlich geruchsfrei und sauber. Die Mechaniken sind absolut stimmstabil. In diesem Zustand ein Player für anspruchsvolle Kenner, aber auch allererste Wahl für Sammler!

Maße:
Länge über alles 107 cm; Länge Korpus 53 cm; Unterbug 41,7 cm; Taille 27 cm; Oberbug 31 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 63,5 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,1 cm, am 12. Bund 5,1 cm; Gewicht 2.250 g; Saitenabstand 12. Bund 1,5-2 mm.

Kauf und Zahlung:
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