Hopf Jazz von Manfred Pletz, ca. 1957

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Instrument: Manfred Pletz war ein bekannter deutscher Gitarrenbaumeister, ansässig in... mehr
Hopf Jazz von Manfred Pletz, ca. 1957

Instrument:
Manfred Pletz war ein bekannter deutscher Gitarrenbaumeister, ansässig in Taunusstein-Bleidenstadt bei Wiesbaden. Er arbeitete zunächst als Angestellter, später als selbstständiger Meister und Heimarbeiter für Hopf. Er entwarf und baute Klassiker wie die Explorer oder Neptun mit ihren charakteristischen, geschraubten Decken und Böden, aber auch viele Standard-Archtops. Hopf war im Bereich Archtops und E-Gitarren ausschließlich als Händler tätig, man bestellte Gitarren bei den renommiertesten deutschen Herstellen, wie Fasan, Hüttl, Neubauer, Glassl, Klira usw. und vermarktete sie dann unter eigenem Namen. Unsere Archtop stammt vermutlich aus der Werkstatt von Manfred Pletz und ist trotzdem eine typische Hopf, denn sie vereinigt Details diverser Hersteller: Den flach auslaufenden Halsüberstand von Klira; die Griffbrettmarkierungen von Höfner oder Fasan; das Kopfplattendesign von Hanika/Soli; die Brücke von Framus. Alles typisch für deutsche Jazzgitarren dieser Zeit, aber natürlich wenig eigenständig, wie bei Hopf völlig normal. Denn man ließ den verschiedenen Lieferanten ihre eigenen Merkmale – ein typischer Hopf-Stil wurde nicht definiert. Und Manfred Pletz ist bekannt dafür, dass er sich stilistisch überall gerne bediente und als freier Kopf z.B. auch Konstruktionsdetails aus dem Möbelbau übernahm, wenn sie ihm sinnvoll erschienen.

Material:
Diese Mid-Range-Archtop ist eine typische Geigenbauergitarre – komplett aus Ahorn gefertigt. Dabei bestehen Decke und Boden jeweils aus einem durchgehenden Stück Furnier. Der Ahornhals ist inkl. Kopfplatte aufwändig aus einem Stück gefertigt, dreiteilig längs verleimt und hat einen hellen mittleren Streifen. Das Palisander-Griffbrett hat Perloid-Punkteinlagen in fünf Bünden sowie Messing-Bundstäbchen. Die Gitarre ist wunderschön und perfekt transparent lackiert in braun-hellem, cognacfarbenem  Verlauf. Sie zeigt eine makellose, hochglänzende Oberfläche. Cremeweißes Bindings um die Decke, schön ziselierte offene Messing-Mechaniken, Palisander-Brücke und ABM-Müller-Saitenhalter mit Hopf-Signet.

Geschichte:
Unbekannt. Wir bekamen die Gitarre von einem privaten Zwischenhändler angeboten und übernahmen sie gerne. Sie war etwas verbastelt und nicht spielbar, Brücke und Schlagbrett passten nicht. Trotzdem wurde sie sicher nicht oft gespielt und perfekt gelagert, denn der Zustand war (und ist) praktisch neuwertig.

Restaurierungsarbeiten:
Komplettreinigung, Korpus ausgeblasen, original Nitrolack von Korpus und Hals mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet. Griffbrett abgezogen und geölt, Bundstäbchen poliert. Überholung und Politur aller Hardware-Teile. Aus unseren Beständen haben wir neuwertige Mechanikhülsen, Schlagbrett und Brücke montiert, alles New Old Stock von Anfang der sechziger Jahre und perfekt passend. Abschließend gab es noch einen Satz 11er Pyramid-Bronzesaiten und eine Grundeinstellung.

Aktueller Zustand:
Diese wunderschöne Hopf ist zunächst einmal eine Augenweide. Der Gesamtauftritt in Braun- und Cognactönen, der herrlich tief glänzende Lack und die gut sichtbare Holzmaserung geben ihr eine zeitlose Eleganz. Außer einer halbrunden, ca. 2 cm langen Schramme auf der Kopfplatte gibt es weder Schäden, noch Abnutzung, nicht einmal einen einzigen Lackriss. Lediglich das unbenutzte Schlagbrett hat von der jahrzehntelangen Lagerung diverse Mikrokratzerchen, die aber nicht auffallen. Die Gitarre ist natürlich perfekt spielbar, Griffbrett und Bundstäbchen sind neuwertig, der Saitenabstand mit 2 mm am 12. Bund angenehm tief. Der Klang zeigt viel altes Holz, ist warm, weich und dabei offen, schnell ansprechend und mit viel Nachhall. Dies ist ein erschwinglicher Player mit viel Vintage-Flair und allem, was eine deutsche Nachkriegs-Jazzgitarre ausmacht – und ein schönes Sammlerstück obendrein.

Maße:
Länge über alles 108 cm; Länge Korpus 52,5 cm; Unterbug 41 cm, Taille 26 cm, Oberbug 31 cm; Zargenhöhe 7,5 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,3 cm, am 12. Bund 5,3 cm; Gewicht 1.980 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm, verstellbar.

Kauf und Zahlung:
Schicken Sie uns eine E-Mail an info@german-vintage-guitar.com, dann erhalten Sie umgehend Ihre Rechnung. Oder bestellen Sie einfach hier über den Shop.

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