Rodebald Hoyer Lindberg Samba, 1963

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Instrument: Rodebald Hoyer belieferte in den frühen sechziger Jahren das Münchner Musikhaus... mehr
Rodebald Hoyer Lindberg Samba, 1963

Instrument:
Rodebald Hoyer belieferte in den frühen sechziger Jahren das Münchner Musikhaus Lindberg mit diversen Gitarrenmodellen. Unter anderem auch mit der Samba, wie sie bei Lindberg hieß. Viele der Lindberg-Gitarren haben einen entsprechenden Schalllochaufkleber, etliche aber auch nicht, so wie unsere. Die Samba war ein Instrument der mittleren Preisregion mit durchaus hochwertigen Details wie den aufwändigen Perloid-Einlagen, einer abgerundeten Cutaway-Ecke und Bindings um den gesamten Korpus. Sie hat natürlich auch den bei R. Hoyer üblichen Datumsstempel: 142 63, stammt also vom 14. Februar 1963. Damit ist sie eine der späten, vor dem Tod von Rodebald Hoyer 1964.

Material:
Laminierter Korpus, massive Decke, alles vollständig aus Ahorn gefertigt. Der Hals ist dreifach gesperrt und besteht aus drei Buchenstreifen, die inkl. Kopfplatte durchgehend verleimt sind. Das Griffbrett ist aus Palisander mit fünf weißen Perloid-Einlagen und einer aus rotem Celluloid am 12. Bund – typisch Rodebald Hoyer. Die Kopfplatte ist ebenfalls mit weißem Perloid belegt und hat in der Mitte den nur von R. Hoyer verwendeten roten Perloid-Keil. Um den Korpus und die Schalllöcher cremeweiße Bindings. Schlagbrett aus braun marmoriertem Perloid mit weißem Seitenstreifen. Brücke aus schwarz gebeiztem Birnbaum. Offene, gravierte Mechaniken, massiver Saitenhalter von ABM-Müller. Geradezu legendär ist die schlechte Qualität des von Hoyer verwendeten roten Lacks, der wie bei dieser Gitarre unter UV-Einstrahlung (Tageslicht) sehr schnell bis zum völligen Verschwinden ausbleicht. In abgedeckten Bereichen bleibt noch etwas Rot und so entsteht die für diese Gitarren häufige „wilde“ Optik. Ein Schönheitsfehler, der natürlich keinen Einfluss auf Verabeitungsqualität, Klang und Spielqualität hat.

Geschichte:
Die Gitarre hat sicher einiges hinter sich. Sie wurde viel gespielt und auch nicht geschont, die Bundstäbchen irgendwann schon einmal erneuert. Eigentlich sollte sie schon auf dem Flohmarkt „verramscht“ werden, aber das konnten wir nicht zulassen. Als wir sie bekamen, war ein einfacher und völlig verrosteter Saitenhalter montiert, die Mechanikhülsen fehlten genau wie das Schlagbrett und die völlig verharzten Mechaniken ließen sich nicht mehr drehen.

Restaurierungsarbeiten:
Vollständige Reinigung innen und außen. Alle Lackflächen aufwändig ballenpoliert und versiegelt. Griffbrett und Bundstäbchen wurden abgezogen und geölt bzw. poliert. Die Mechaniken haben wir zerlegt, gereinigt, poliert und neu geölt, sowie passende Hülsen montiert. Der rostige Saitenhalter musste einem New-Old-Stock Teil von Anfang der Sechziger von ABM-Müller weichen, und auch ein passendes Schlagbrett aus der gleichen Zeit kam aus unserem Kirschnek-Bestand. Abschließend noch neue Saiten aufgezogen, ein Setup durchgeführt – das war’s.

Aktueller Zustand:
Die große Samba ist eine typische deutsche Nachkriegs-Archtop, 1963 schon etwas aus der Mode, aber immer noch ein hochwertiger Vertreter ihrer Zunft. Unser Modell ist alles andere als perfekt, nicht mehr ganz original, farblich mit Schönheitsfehlern, aber sie hat jede Menge Charakter und ihre kleinen Mängel machen auch irgendwie den Reiz dieser Gitarre aus. Technisch und strukturell ist die Gitarre selbstverständlich einwandfrei, sie spielt sich leicht und entfaltet einen schönen, sehr typischen Schlaggitarrenklang. Für den Einsatz als Schlag- und Rhythmusgitarre ist sie perfekt und liefert Sixties-Sound ohne Ende. Ein Stück Vintage-Geschichte für ganz kleines Geld – wir mögen sie sehr!

Maße:
Länge über alles 107 cm; Länge Korpus 53 cm; Unterbug 43 cm; Taille 27,5 cm; Oberbug 33 cm; Zargenhöhe 7,8 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 5,3 cm; Gewicht 2.270 g; Saitenabstand 12. Bund 3 mm.

Kauf und Zahlung:
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