Klira "Red King", 1962

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Instrument: Eine wunderschöne Jazzgitarre von Klira – die Red King war das Flaggschiff der... mehr
Klira "Red King", 1962

Instrument:
Eine wunderschöne Jazzgitarre von Klira – die Red King war das Flaggschiff der Klira-Serienarchtops. Sehr aufwändig gebaut und in wunderschönem Design. Diese Gitarre war Anfang der sechziger Jahre der Traum vieler Gitarristen, aber nur für wenige realisierbar. Selten und typisch deutsch das dritte, kleine Schallloch.

Material:
An dieser Gitarre ist alles sehr aufwändig und in höchster Qualität ausgeführt. Einteilige massive Fichtendecke, Korpus komplett aus Ahorn. Dreiteilig längs verleimter Ahorn-Hals mit durchgehender Kopfplatte. Griffbrett aus dunklem Palisander mit sechs Trapezeinlagen aus Perloid, am 12. Bund zweifarbig mit rotem Streifen. Passend dazu die Perloid-Einlegearbeiten in der Kopfplatte und das Perloid-Schalgbrett. Üppige und mehrlagige Bindings überall um Korpus, Schalllöcher, Griffbrett und Kopfplatte, um die Decke in schwarz-weißem Schachbrett-Design. Saitenhalter aus schwarz gebeiztem Birnbaum, fünflagiger Sattel. Massiver Lyra-Saitenhalter und offene Mechaniken mit Schmetterlingsgriffen.

Geschichte:
Oh weh – diese Gitarre hätte beinahe nicht überlebt… Wir entdeckten sie völlig zugestapelt im hintersten Winkel des Lagerraums eines Musikgeschäfts, nur noch ein Stück Decke mit Binding war zu sehen. Uns war sofort klar, dass das etwas besonderes sein musste. Der freundliche Geschäftsinhaber schenkte uns die Gitarre mit den Worten: „Die liegt schon mindestens 10 Jahre bei mir rum, ist ziemlich kaputt, nehmt sie mit und macht wieder etwas Schönes daraus, würde mich freuen.“ Klar – eine Red King lassen wir nicht im Stich! Das Schlagbrett fehlte, es war eine falsche Metallbrücke montiert, aber das Schlimmste war das Korpusinnere. Mit Kugelschreiber hatte jemand „Hoyer“ ins Holz unter dem oberen Schlagbrett geschrieben/gekratzt! (Leider eine Fehleinschätzung.) Dann war ein Piezo-Pickup samt Vorverstärker und Batterie unter die Decke geklebt – und zwar flächendeckend mit einem komplett in Kunstharz getränkten Lappen. Keine Ahnung, wie die das damals da hinein bekommen haben… Die Kabel kamen mit reichlich Silikon am Ende des unteren Schalllochs befestigt, aus dem Korpus, eine geschlossene Klinkenbuchse wurde ebenfalls mit Silikon einfach auf den Korpus geklebt. Dazu reichlich Staub und fettiger Dreck überall - aua aua aua! Abgesehen davon war die Substanz erstaunlich gut, der Lack unter dem Dreck offenbar gut geschützt.

Restaurierungsarbeiten:
Aufwändige Komplettreinigung. Alle Einbauten im und auf dem Korpus vorsichtig beseitigt, Hoyer-Schrift abgeschliffen, Innenraum gereinigt und ausgeblasen. Original Nitrolack von Korpus und Hals mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet. Wiedereinmal hat sich gezeigt, dass Dreck, Fett und Nikotin sehr gut konservieren – der Originallack ist sehr gut erhalten und glänzt wunderbar. Diverse Dellen, Kratzer und Macken wurden retuschiert. Bundstäbchen geschliffen und poliert, Griffbrett geschliffen und geölt. Die schönen Mechaniken haben wir zerlegt, gereinigt, gängig gemacht und geölt. Altes, originales Klira-Schlagbrett und originale Klira/Framus-Brücke mit einzeln verstellbaren Saitenreitern montiert. Massiven Saitenhalter gereinigt und poliert. Abschließend neue Saiten montiert und Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese wunderschöne und hochwertige Klira ist heute wieder eine Augenweide und eine perfekt spielbare Jazzgitarre! Der Look der Gitarre ist sehr edel und harmonisch, vor allem Decke und Rücken zeigen ihre schöne Patina mit einigen kleinen Kratzern und Dellen. In Anbetracht ihrer fast sechzig Jahre und der zeitweise rabiaten Behandlung ist das aber noch sehr wenig. Selbstverständlich sind alle Leimstellen stabil und fest, es gibt keine Risse oder sonstige Schäden mehr. Die Mechaniken funktionieren perfekt, alles ist sauber und geruchsfrei. Der Klang ist klar, brilliant, mit schneller Ansprache, dabei laut und durchsetzungsfähig. In diesem Zustand allererste Wahl für Sammler ungewöhnlicher und seltener deutscher Jazzgitarren, Blickfang jeder Sammlung und vor allem ein toller Player mit neuzeitlicher Bespielbarkeit.

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 41,5 cm, Taille 26 cm, Oberbug 31 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,3 cm, am 12. Bund 5,3 cm; Gewicht 2.500 g; Saitenabstand 12. Bund 2-3 mm, verstellbar.

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