Höfner 449, 1959

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Höfner 449, 1959

Instrument:
Höfner Jazz-/Schlaggitarre aus der Modellreihe 449, damals das Einsteigermodell. Im Korpus das handgeschriebene Datum 7.7.1959. Der Schriftzug auf der Kopfplatte deutet auf ein Exportmodell hin, allerdings wurden dann die zwei Pünktchen auf dem O nachträglich bei Höfner hinzugefügt, sie sind auf dem Lack, der Schriftzug liegt darunter.

Material:
Decke, Zargen und Boden aus schön gemasertem Ahorn, laminiert, der Boden herrlich geflammt. Zweiteilig längs verleimter Ahornhals, Griffbrett aus Palisander mit Punkt-Einlagen. Binding um die Decke sowie wunderschönes, marmoriertes Perloid-Schlagbrett. Offene Messing-Mechaniken.

Geschichte:
Unbekannt. Als wir die Gitarre als Zugabe zu einer weiteren, sehr teuren Höfner erhielten, war sie ziemlich verbastelt. Höfner-Einzelmechaniken aus den neunziger Jahren waren montiert, das Schlagbrett fehlte, der Steg war ein neues, unpassendes Ersatzteil aus China. Leider wurde auch irgendwann der Hals offenbar mit zwei Holzdübeln am 14./15. Bund durch das Griffbrett „befestigt“. Uns war jedoch sofort klar, dass es sich um eine sehr alte 449 handeln musste, insofern war die Aufarbeitung nur eine Frage der Zeit.

Restaurierungsarbeiten:
Das ist so eine typische German Vintage Guitar Story: Wer außer uns würde Zeit, Energie und Teile in eine traurig dastehende 449 stecken? Uns tun solche Gitarren aber oft leid, vor allem, wenn sie schon so alt sind, und dann nehmen wir sie uns vor, auch wenn wir am Ende nichts verdienen. Ergebnis ist eine wunderschöne Höfner, leicht zu bespielen, mit tollem Klang und neuem Leben, fit für die nächsten sechzig Jahre. Die 449 wurde zerlegt und vollständig und aufwändig gereinigt, innen wie außen. Original-Nitrolack mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet – er glänzt wieder wunderschön. Griffbrett und Bundstäbchen wurden abgezogen und poliert, das Griffbrett geölt. Alte Höfner-Messing-Mechaniken und Hülsen wurden aufgearbeitet und eingebaut. Auch das fehlende Schlagbrett und den defekten Steg haben wir durch passende Teile aus der damaligen Zeit ersetzt. Dann noch neue Flatwounds montiert, ein Setup durchgeführt und fertig war die alte Höfner.

Aktueller Zustand:
Die 100% saubere und geruchsfreie Gitarre ist wieder eine echte Schönheit. Der Lack glänzt wunderbar, die authentische Patina passt perfekt. Für ihre inzwischen 60 Jahre ist die Gitarre in Topzustand. Blickfang ist der typische Höfner-Look in Cognacfarbe und das schöne Schlagbrett. Griffbrett und Bundstäbchen sind einwandfrei, zeigen kaum Abnutzung und sind noch für viele Jahre gut. Die Gitarre ist sofort voll spielbar, der Saitenabstand beträgt hervorragende 2 mm am 12. Bund. Besondere Erwähnung verdient aber der unglaublich schöne Klang: Laut, sanft, holzig und sehr harmonisch und ausgewogen, hier ist nichts schrill oder blechern. Tatsächlich weit über den Erwartungen an eine „einfache“ 15“-Archtop. So klingt nur eine perfekt gebaute Gitarre, die sehr viel gespielt wurde.

Maße:
Länge über alles 103 cm; Länge Korpus 49,5 cm; Unterbug 38 cm, Taille 24 cm, Oberbug 30 cm; Zargenhöhe 8,5 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,2 cm, am 12. Bund 5,1 cm; Gewicht 1.720 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm (einstellbar).

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