Rodebald Hoyer Bolero, 1953

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Rodebald Hoyer Bolero, 1953

Artikel in Grand GTRs:
Eine exakt baugleiche Gitarre wie die, die wir hier anbieten, wurde in der Grand GTRs Heft 3/2019 ausführlich fotografiert, getestet und beschrieben! Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Instrument:
Das Rodebald Hoyer-Modell „Bolero“ gehörte seinerzeit zu den besten deutschen Archtops. Massiv, solide, ein 17“-Klassiker. Rodebald Hoyers Wettbewerber zur legendären „Herr im Frack“ von Arnold Hoyer – elegante, schwarz lackierte Instrumente im Tuxedo-Stil. Damals natürlich teuer, kaum erschwinglich für Normalbürger und heute dementsprechend selten. Unser Modell ist eine echte Black Beauty mit schwarzem Schlagbrett.

Material:
Massive Fichtendecke, aus dem vollen Material von Hand geschnitzt. Korpus und Rücken ebenfalls massiv, ebenfalls handgestochen, aus Ahorn. Boden und Decke zeigen die typische konkave Hohlkehle um die Ränder – immer der Beweis für handgeschnitzte Böden und Decken. Griffbrett aus Palisander mit großen Celluloid-Trapezeinlagen. Im 15. Bund zwei Zierstreifen, wie oft von Rodebald Hoyer gefertigt. Passend zum edlen Look das schwarze, zweilagige Schlagbrett. Bis zu fünffache Multi-Bindings um Korpus, Griffbrett und Schalllöcher. Fünffach längs verleimter Hals aus Ahorn mit zwei Mahagonistreifen, inkl. Kopfplatte durchgehend aus einem Stück. Offene Messing-Mechaniken, massiver ABM-Müller-Saitenhalter, Brücke aus schwarz gebeiztem Birnbaum.

Geschichte:
Unbekannt. Die Gitarre war einige Zeit bei einem dänischen Sammler, von dem wir sie als Teil eines größeren Konvoluts übernahmen. Sie muss wohl unendlich oft gespielt worden sein. Davon zeugen einerseits die vielen Spielspuren, aber auch der unvergleichlich schöne Klang. Als wir sie bekamen, waren die Bundstäbchen ziemlich abgespielt, das originale Schlagbrett fehlte und der Saitenhalter war verrostet und der Befestigungswinkel stark verbeult.

Restaurierungsarbeiten:
Vollständige Reinigung, alle Lackflächen sorgfältig poliert, diverse Macken und Schrammen retuschiert. Griffbrett abgezogen und geölt, Bundstäbchen erneuert. Aus unserem Bestand haben wir altes Schlagbrett aus den fünfziger Jahren aufgearbeitet und montiert. Es passt mit seiner Patina perfekt und authentisch zur Hoyer. Auch ein baugleicher, aber unbenutzter ABM-Müller Saitenhalter von Ende der fünfziger Jahre wurde montiert. Abschließend wurden neue Saiten aufgezogen und ein  Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese wunderschöne, schwarze Rodebald Hoyer ist ein zeitloser Klassiker. Die Gitarre ist in Topzustand, technisch perfekt und optisch mit wunderbarer Patina und vielen Spielspuren ausgestattet. Hier steckt die Liebe und Begeisterung von Rodebald Hoyer in jedem Detail! Vor allem anderen steht aber der geradezu einmalige Klang! Wir haben selten so eine laute, akzentuierte und voll geöffnete Archtop gehört! Hier zeigt sich deutlich, wie sich eine Gitarre entfalten kann, wenn sie über Jahrzehnte sehr viel gespielt wird. Dazu ein Zitat aus dem Artikel: „Die Bolero kommt schnell und überraschend lautstark zur Sache. … Das Klangtimbre ist heller, als man es von Archtops kennt. Single Notes klingen … ausgewogen und substanzreich über das ganze Spektrum. Das Klangbild ist vielseitiger und moderner, als man es von diesem Instrument mit seinen traditionellen konstruktiven Merkmalen erwarten würde.“ Alles ist zu 100% stabil, alle Leimstellen sind bombenfest. Die Bespielbarkeit ist hervorragend, angenehm tiefe, neuzeitliche Saitenlage, per Stegschrauben in beide Richtungen leicht einstellbar. Die Gitarre ist natürlich geruchsfrei und sauber. Die Mechaniken sind wie neu und absolut stimmstabil. Der Hals ist aufgrund der inkl. Griffbrett fünffachen Verleimung kerzengerade, hier braucht es keinen Stahlstab. Dabei ist er noch schlank konturiert und hat ein gefälliges D-Profil. In diesem Zustand ein Player für anspruchsvolle Kenner, aber auch erste Wahl für Sammler!

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 51,5 cm; Unterbug 40,5 cm, Taille 25,5 cm, Oberbug 30,5 cm; Zargenhöhe 10 cm am Hals, 10,5 cm am Unterbug; Mensur 64,5 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,3 cm, am 12. Bund 5,1 cm; Gewicht 2.200 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm, verstellbar.

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