Rodebald Hoyer Jazz, Baudatum 24.12.1950

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Instrument: Dies ist die vielleicht älteste bekannte Archtop von Rodebald Hoyer, gefertigt in... mehr
Rodebald Hoyer Jazz, Baudatum 24.12.1950

Instrument:
Dies ist die vielleicht älteste bekannte Archtop von Rodebald Hoyer, gefertigt in der ersten Werkstatt in Kochel am See, südlich von München. Ungewöhnlich ist die Korpusform, die von den späteren Standardformen abweicht und einen größeren Unterschied zwischen Ober- und Unterbug aufweist. Als besonderes Highlight darf das Baudatum gelten: Rodebald Hoyer selbst hat von Hand den 24.12.1950 auf dem Etikett vermerkt! Klar, warum er das extra draufgeschrieben hat. Alles ist vollmassiv, die Decke von Hand aus dem vollen Block gestochen.

Material:
In alter Geigenbautradition besteht der gesamte Korpus aus Ahorn. Decke und Boden wurden aufwändig von Hand aus dem vollen Holz modelliert. Auch der Hals is siebenfach längs verleimt und besteht ebenfalls aus Ahorn. Griffbrett aus Palisander, 4 Einlagen aus weißem Perloid, typisch für ganz alte Rodebalds ist die fehlende Einlage am 7. Bund. Schöne zweifarbige Kopfplattenauflage, offene Mechaniken.

Geschichte:
Weitgehend unbekannt, wir erwarben sie von einem renommierten Sammler. Bilder dieser Gitarre sind auf einschlägigen Webseiten weit verbreitet.

Restaurierungsarbeiten:
Vollständige Reinigung innen und außen. Die Gitarre ist wieder perfekt sauber und geruchsfrei. Griffbrett und Bundstäbchen wurden abgezogen, die Bundstäbchen poliert, das Griffbrett geschliffen und geölt. Aufwändige Ballenpolitur aller Lackflächen. Der Lack der Halsrückseite war so stark beschädigt, dass wir ihn abgeschliffen und neu lackiert haben. Den lockeren Hals haben wir ausgerichtet und neu eigeleimt und zur Sicherheit mit einem Holzdübel verstärkt. Hier löst sich nie mehr etwas. Den Holzdübel haben wir mit einem unauffälligen schwarzen Gurtpin verdeckt. Auch haben wir die defekten und nicht einheitlichen Ersatzmechaniken gegen einen kompletten alten Satz aus der damaligen Zeit getauscht.

Aktueller Zustand:
Gleich vorweg müssen wir darauf hinweisen, dass die Lackqualität des Korpus nicht optimal ist. Es finden sich viele kleine Bläschen, Kratzer und Dellen. Hier war leider mit polieren nichts mehr zu machen, wir hätten komplett neu lackieren müssen und dazu konnten wir uns aufgrund der Originalität nicht durchringen. Auf den Bildern ist das leider nicht gut zu sehen. Nur deshalb halten wir den Preis für dieses seltene Sammlerstück moderat. Andererseits glänzt der Lack wunderbar und der Gesamteindruck ist trotzdem eine Augenweide. Halt eine Gitarre mit viel Patina – völlig in Ordnung für ihre immerhin 68 Jahre. Alles andere hingegen ist perfekt. Alle Leimstellen sind fest und strukturell ist die alte Hoyer in Topzustand. Sie hat ein ziemlich flaches, neuzeitlich konturiertes und sehr breites Griffbrett in Topzustand. Damit ist sie ein hervorragender Player – auch nach aktuellen Standards. Der Klang ist laut, warm und holzig – so nur von alten und intensiv gespielten Instrumenten zu bekommen. In diesem Zustand ein Instrument mit neuzeitlicher Bespiel- und Belastbarkeit, aber vor allem allererste Wahl für Sammler! Eine ältere Rodebald Hoyer ist weltweit nicht bekannt.

Maße:
Länge über alles 105 cm; Länge Korpus 49,5 cm; Unterbug 41 cm, Taille 23 cm, Oberbug 28,5 cm; Zargenhöhe 8 cm am Hals, 9 cm am Unterbug; Mensur 64,5 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,7 cm, am 12. Bund 5,5 cm; Gewicht 2.100 g; Saitenabstand 12. Bund 2-3 mm, verstellbar.

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Höfner 495 S von 1963 Höfner 495 S von 1963
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