Gustav Glassl „Die Grüne“, 1962, Schaller-Tonabnehmer

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Instrument: Gustav Glassl, geb. 1923 in Schönbach, war Schüler von Franz Hirsch und einer der... mehr
Gustav Glassl „Die Grüne“, 1962, Schaller-Tonabnehmer

Instrument:
Gustav Glassl, geb. 1923 in Schönbach, war Schüler von Franz Hirsch und einer der Top-Archtopbauer der deutschen Nachkriegszeit. Er hatte einen sehr individuellen, unverkennbaren Stil mit innovativen Gestaltungsideen. Zu einer Zeit, in der „Black Rose“ das Maß aller Dinge war und Jahrzehnte vor Scott Chinerys blauen Archtops, schuf er mit seinen grünen Modellen Anfang der sechziger Jahre ein paar wenige, heute extrem seltene und legendäre Gitarren. Fast alle seiner Gitarren sind ungelabelt, so auch diese. Sie ist handgebaut und hat im Korpus einen Datumsstempel von Januar 1962.

Material:
Der Korpus ist komplett aus laminierten Ahorn gefertigt, der Boden schön geflammt. Auch der Hals ist aus Ahorn, sehr stabil längs verleimt aus drei Teilen. Bindings um Korpus, Hals, Kopfplatte und Schalllöcher, dreiteilig um die Decke. Palisandergriffbrett mit fünf Perloid-Trapezeinlagen und Jumbo-Bundstäbchen. Kopfplatte mit Ebenholzauflage und zwei weißen Kunststoffstreifen. Offene Messing-Mechaniken. Insgesamt aufwändige und hochwertige Ausführung.

Geschichte:
Die Gitarre war lange Jahre in den Händen eines renommierten dänischen Sammlers und ausgewiesenen Archtop-Experten. Bilder von ihr vor der Überholung finden sich noch auf http://lacquercracks.dk/glassl-gustav. Wir konnten sie als Teil eines größeren Pakets im Herbst 2017 erwerben.

Restaurierungsarbeiten:
Komplettreinigung, Korpus ausgeblasen, original Nitrolack von Korpus und Hals mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet. Obwohl die grüne Farbe verblasst ist, verbietet sich bei einem solchen Sammlerstück  eine Neulackierung! Griffbrett abgezogen und geölt, Bundstäbchen poliert. Überholung und Politur aller Hardware-Teile. Komplettaufarbeitung der Messingmechaniken inkl. Ersatz der kaputten und unvollständigen Griffe durch echte Originale aus den sechziger Jahren. Umbau des alten, originalen Schaller-Tonabnehmers und Verlegung der Klinkenbuchse. Montage eines Volumenreglers als fast unsichtbares Daumenrädchen im unteren Schallloch. Montage eines zeitgenössischen, schwarzen Schlagbretts. Neue Saiten montiert und Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese extravagante Glassl ist nun wieder in perfekt spielbarem Topzustand. Sehr angenehme Halsbreite von 44 mm! Der Hals ist kerzengerade, Griffbrett und Bundstäbchen sind perfekt, der Saitenabstand mit 2 mm am 12. Bund neuzeitlich tief. Der Klang ist unverstärkt schon sehr überzeugend, mit dem Schaller-Tonabnehmer erwacht die Glassl dann richtig zum Leben! Besser kann eine alte Archtop nicht klingen! Sanft, holzig, mit schneller Ansprache – so einen Sound gibt es nur bei alten Gitarren. Alles ist stabil und sehr solide, außer ein paar kleinen Krakelierungen und feinen Lackrissen gibt es keine Fehler oder Schäden. Soll man so ein seltenes Sammlerstück spielen oder in die Vitrine stellen? Wir meinen, mit diesem Klang und dieser perfekten Bespielbarkeit ist die Glassl zu schade, nur als Dekostück zu dienen.

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 53 cm; Unterbug 41,5 cm, Taille 24,5 cm, Oberbug 30 cm; Zargenhöhe 6,5 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 4,8 cm; Gewicht 2.300 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm, verstellbar.

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