Hüttl Opus 59, Sechziger, restauriertes Meisterstück

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Hüttl Opus 59, Sechziger, restauriertes Meisterstück

Instrument:
Wunderschöne Jazzgitarre, groß, schwer und massiv, handgebaut von Wolfgang Hüttl. Eine absolute Rarität in hervorragendem Zustand. Extrem aufwändige Holz- und Intarsienarbeiten, ein einmaliges Stück und nur sehr selten im Angebot. Hüttl hat mit der Opus 59 gezeigt, was im Gitarrenbau möglich ist und ein legendäres Meisterwerk geschaffen.

Material:
Die Decke ist aus massiver Fichte. Seiten und Rücken sind laminiert, die oberste Schicht jeweils aus gestreift verleimtem Mahagoni und Riegelahorn. Der Hals ist fünffach längs verleimt aus Mahagoni mit zwei Ahornstreifen, mit durchgehender Kopfplatte. Er hat ein Griffbrett aus Palisander mit fünf echten Perlmutteinlagen, die mittig nochmals einen fünflagigen schwarz-weißen Zierstreifen erhielten. Ungewöhnlich: Der Hals wird unsichtbar durch einen nicht verstellbaren Stahlstab verstärkt. Korpus und Hals erhielten bis zu sechslagige Bindings, außen aus marmoriertem Perloid gefertigt. Die ungewöhnliche Form der Schalllöcher sind ein stilisiertes H vin Hüttl, sie haben ein fünflagiges Binding aus Mahagoni- und Fichtenfurnier. Schöne Intarsienarbeiten auch auf der Decke, wieder mit den beiden Holzarten Ahorn und Mahagoni. Kompensierte Brücke aus Palisander.

Geschichte:
Man mag es nicht glauben, aber diese Gitarre wurde irgendwann einmal als Teileträger missbraucht und ausgeschlachtet. Dabei gingen der Original-Saitenhalter mit Holzeinlage, die Originalbrücke, Mechanikknebel, Mechanikhülsen und vor allem das schöne, auch aus Mahagoni und Ahorn gearbeitete Schlagbrett verloren… Wer macht so etwas? Als wir die Gitarre bekamen, war sie optisch auf den ersten Blick gut, aber insgesamt mehr recht als schlecht zurechtgebastelt und gerade noch spielbar, mit einem völlig unpassenden Framus-Mischpult und weiteren „Ersatzteilen“ ausgestattet. Sie schnarrte und klapperte und gab auf den zweiten Blick ein sehr trauriges Bild ab.

Restaurierungsarbeiten:
Komplettreinigung, Korpus ausgeblasen, alle Lackoberflächen retuschiert und aufwändig ballenpoliert. Mechaniken zerlegt, gereinigt und neu geölt, passende Ersatz-Schmetterlingsflügel montiert. Fehlende Hülsen durch passende Originale ersetzt. Griffbrett leicht abgezogen, Bundstäbchen komplett abgerichtet und poliert, Griffbrett eingeölt. Das unpassende Framus-Mischpult wurde durch eine komplett überholte, passende Schaller-Tonabnehmerplatte mit „Toaster“-Pickup ersetzt. Schon damals wurden einige Opus 59 von Hüttl so ausgestattet. Denn es ist völlig aussichtslos, irgendwo auf der Welt ein originals Holz-Schlagbrett finden zu wollen. Auch den Saitenhalter mit Holzeinlage und Logo gibt es niemals einzeln zu kaufen, also wurde ein originaler Lyra-Saitenhalter von ABM Müller verwendet, der so auch damals schon bei den späteren Opus 59 und 60 montiert wurde. Schließlich wurde der unpassende, billige Standardsteg durch ein hochwertiges, kompensiertes Palisandermodell ersetzt, wie es damals bei vielen Premium-Gitarren verwendet wurde. So ist die Gitarre zwar nicht mehr komplett original, aber wieder in einem 100% authentischen Zustand.

Aktueller Zustand:
Da gehen sogar uns die Superlative aus… Diese einmalig schöne Hüttl ist die reine Augenweide! Stilistisch klar und durchdacht, in allen Details aufeinander abgestimmte, zweifarbige Holzoptik, edelste Materialien, höchste Handwerkskunst und in der Folge ein wirklich toller Klang zeichnen das Instrument aus. Nennenswerte Abnutzung gibt es nicht, alles funktioniert fehlerfrei. Die Gitarre verfügt über ein modernes Halsprofil, Wolfgang Hüttl war hier seiner Zeit voraus und hat darauf verzichtet, den oft zu findenden, unhandlichen deutschen „Prügel“ zu bauen. Auch die Griffbrettbreite ist modern und bleibt nicht schmal bis zum Halsende, die Saitenlage ist neuzeitlich niedrig. Die Tonabnehmereinheit funktioniert perfekt, der Klang des Schaller Single Coils ist knackig frisch und dabei schön holzig. Von softem Jazz über Rockabilly bis hin zu harten und präzisen Oberkrainer-Rhythmen geht alles – das Instrument ist unglaublich vielseitig. Damit ist das Instrument auf der Höhe der Zeit und uneingeschränkt einsetzbar, allerdings sollte der neue Besitzer den Sammlerwert berücksichtigen. In diesem Zustand wird sich so schnell keine Opus 59 mehr finden lassen. Eine seltene Gelegenheit für seriöse Sammler oder anspruchsvollste Spieler.

Maße:
Länge über alles 105 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 42 cm, Taille 26 cm, Oberbug 33 cm; Zargenhöhe 8,8 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 5,2 cm; Gewicht 2.800 g; Saitenabstand 12. Bund 2-3 mm, verstellbar.

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