Rittinger-Sandner-Lang, Edel-Kopie von 2018

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Instrument: 1964 sah ein deutscher Musiker, dessen Name nicht überliefert ist, eine Guild... mehr
Rittinger-Sandner-Lang, Edel-Kopie von 2018

Instrument:
1964 sah ein deutscher Musiker, dessen Name nicht überliefert ist, eine Guild Sonderanfertigung für den Chicagoer Swing- und Jazzmusiker George Barnes: Die Acousti-Lectric (Bild hängt an). Da diese nur 11 Mal gebaute Archtop aber sündhaft teuer und unerreichbar war, ging er mit seinem Anliegen und ein paar Bildern zu Artur Lang, der die Vorlage begeistert aufgriff. So entstanden natürlich keine Kopien, sondern eine Lang-typische Interpretation der Grundidee. Lang baute genau zwei identische Gitarren. Eine Modellbezeichnung haben sie nicht, sind Insidern aber als das „Lang Spezialmodell ohne Schalllöcher“ bekannt. Wesentliches Merkmal der Gitarre ist die Montage der Pickups nicht auf der Decke, sondern auf einem im Korpus angebrachten Balken sowie die Verlegung der Schalllöcher: Diese sind hier auf kleine Öffnungen rund um die beiden Tonabnehmer beschränkt. George Barnes wollte die Balkenkonstruktion aus Stabilitätsgründen, denn er stimmte als Bigband-Musiker seine Gitarren genau vier Halbtöne höher – und das hält auf Dauer keine Standard-Archtop aus. Die von uns angebotene Gitarre ist eine bis auf den Millimeter genaue und bis hin zum kleinsten Schräubchen exakte Kopie des Lang-Spezialmodells! (Ein spätes Bild eines der beiden Originale, damals aber schon mit falschem Saitenhalter, hängt an.)

Geschichte:
Der weltweit führende Lang-Experte, Herbert Rittinger, hatte in seiner beeindruckenden und vollständigen Lang-Sammlung genau einen „Makel“: Es fehlte das Spezialmodell. Eines der beiden Originale stand in den letzten Jahren zum Verkauf, bei einem Preis von weit über 10.000 € konnte sich Rittinger aber nicht zum Kauf entschließen. Aber er durfte das Original genau vermessen und fotografieren, um sodann ein lang geplantes Projekt umzusetzen: Einen exakten Nachbau des ungewöhnlichen Instruments. Gitarrenbauer seiner Wahl war Anton Sandner, 79 Jahre alt, der letzte aktive Gitarrenbauer aus der großen deutschen Jazzgitarrenzeit und lebende Szene-Legende. Unter Anleitung und akribischer Kontrolle von Herbert Rittinger entstanden so genau vier Gitarren. Zwei der vier hat er selbst behalten, eine weitere hat ein Freund von ihm. Wir sind sehr stolz, die vierte hier anbieten zu können!

Material:
Selbstverständlich kamen ausschließlich nur die allerbesten Materialien zum Einsatz – wo Rittinger draufsteht, ist immer Premium-Qualität drin! Massive Decke aus feinjähriger Alpenfichte, Seiten und Boden ebenfalls massiv aus herrlich geflammtem Ahorn, ein siebenteiliger Hals aus geflammtem Ahorn mit einem zentralen Birne- und zwei schmalen Mahagonistreifen. Im Hals findet sich natürlich die gewohnte Lang-Stahlschienen-Verstärkung, er ist 100% stabil und voll belastbar. Auch mit richtig dicken 14er-Kabeln, wobei diese aber für einen Top-Klang gar nicht erforderlich sind. Das Griffbrett ist aus Ebenholz gefertigt, die Trapez-Einlagen aus echtem Perlmutt, der Sattel aus Knochen, die Teller-Höfner-Brücke aus Ebenholz. Lackiert wurde auf Nitrobasis. Der Balken im Korpus besteht aus mattschwarz lackiertem Mahagoni. Durch diese Konstruktion ist die Decke komplett entlastet und kann frei schwingen. Die Gitarre hat die bewährten Längs-Bracings aus Fichte wie alle Lang-Gitarren. Korpus, Schalllöcher und Hals sind mit dicken Bindings eingefasst, auf der Decke mit wunderschönen dreizehn Lagen. Dazu wurde komplett authentische Hardware verbaut: Zwei originale und taufrische Höfner Staples-Tonabnehmer, Modell 517 aus den sechziger Jahren, alte, originale Schaller-Regler, offene original Kolb-Mechaniken. Der vernickelte Saitenhalter wurde nach Original-Vorlage 1:1 nachgebaut. Besonderes Highlight ist die gravierte Kopfplattenauflage: Herbert Rittinger konnte den inzwischen steinalten Graveur, der bereits in den sechziger Jahren die Lang-Kopfplatten herstellte, überzeugen, ein letztes Mal vier „echte“ Lang-Kopfplattenauflagen zu gravieren!

Technik:
Hier haben wir eine tausendfach bewährte Standard Ausstattung: Zwei Höfner 517 Staples-Humbucker, Master-Volumen, je einen Tonregler pro Pickup sowie den bekannten dreistufigen Tonabnehmer-Wahlschalter. Zuverlässig, unkompliziert und völlig ausreichend für unzählige Soundvarianten. Eine Standard-Klinkenbuchse findet sich im Unterbug.

Aktueller Zustand:
Eigentlich erübrigt sich bei einer Gitarre aus Rittinger-Händen jeder Kommentar zu Qualität und Verarbeitung: Perfekt, nicht mehr und nicht weniger. Wie damals Artur Lang, dem Sound immer wichtiger war als Gewinn, hat sich auch Herbert Rittinger voll und ganz der Klangoptimierung verpflichtet. Wie bei Lang selbst wurden die herrlichen Hölzer nur dünn mit klarem Nitrolack veredelt. So hat die mächtige 17,5“-Gitarre damals wie heute einen wunderschönen, aufgeräumten Look, ist sofort als ein Lang-Modell erkennbar und sehr edel anzuschauen. Der Sound ist schon unverstärkt überwältigend: Die ungewöhnlichen Schalllöcher bewirken keinerlei Klangverlust! Rittinger hat das Spezialmodell durchgemessen, mit den anderen Lang-Archtops aus seiner Sammlung verglichen und sieht es absolut ebenbürtig auf gleichem hohem Niveau. Wie alle Langs laut und mit dominanten Mitten, jeder einzelne Ton im Akkord klar akzentuiert, optimiert für den Einsatz als Orchesterinstrument, vom Klangcharakter her einmalig und nicht vergleichbar. Aber auf Augenhöhe mit den besten Archtops dieser Welt: D’Aquisto, D’Angelico, Benedetto, Scharpach Vienna… Verglichen mit diesen ist die Lang heute geradezu erschwinglich, klar ist aber auch, dass ein solches Ausnahmeinstrument seinen Preis hat. Einmalig sowohl für Profi-Musiker als auch für Sammler und mit Sicherheit auch eine attraktive Wertanlage mit Potenzial.

Maße:
Länge über alles 109 cm; Länge Korpus 55 cm; Unterbug 44,5 cm, Taille 28 cm, Oberbug 33,5 cm; Zargenhöhe 9,5 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,4 cm, am 12. Bund 5,2 cm; Gewicht 3.350 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm (einstellbar).

Anmerkung zur Kaufabwicklung:
Diese Gitarre können wir nicht unter den üblichen Online-Kauf-Bedingungen verschicken. Denn schon das Ausprobieren kann winzige Gebrauchsspuren hinterlassen, die bei Widerruf und Rückgabe den Neuwert der Gitarre schmälern würden, einem späteren Käufer nicht zuzumuten sind und so ein erhebliches Wertverlustrisiko für uns bedeuten. Daher empfehlen wir dringend, die Gitarre vor dem Kauf bei uns anzuschauen, unter Aufsicht kann sie dann auch angespielt werden. Sollten Sie die Gitarre trotzdem unbesehen erwerben und per Post erhalten wollen, nehmen wir Ihre Bestellung, d.h. Ihr Kaufangebot nur an, wenn Sie in der Bestellung ausdrücklich schriftlich auf Ihr gesetzliches Widerrufsrecht verzichten und die Mehrkosten für eine angemessene Versandvericherung tragen. Wir bitten um Verständnis für diese ungewöhnliche, in diesem Fall aber alternativlose Vorgehensweise.

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