Arnold Hoyer Esquire 19, 1956

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Arnold Hoyer Esquire 19, 1956

Instrument:
Eine seltene Arnold Hoyer, Modell Esquire 19 in traumhaft schönem, 100% originalem Zustand und Black-Rose-Lackierung. Aus der besten und kreativsten Zeit von Arnold Hoyer. Bereits mit Stahlstab im Hals. Das Baujahr findet sich als handschriftlicher Vermerk auf der Unterseite des Schlagbretts: 29.10.1956! Das Datum passt perfekt zum 1954 zum Patent angemeldeten „Arnoldsteg“ mit Stanze „D.B.P. ang“ („Deutsches Bundespatent, angemeldet“), es wurde am 31.1.1957 erteilt, danach gab es nur noch die Stanze D.B.P.. Die Esquire ist mit ihrem komplett mit wunderschönem Perloid belegten Griffbrett und Hals eine der als Showmodell für Tanzkapellen und Big Bands konzipierten Gitarren aus der damaligen obersten Preisklasse. Gitarren wie diese haben den legendären Ruf der deutschen Nachkriegs-Jazzgitarren begründet!

Material:
Wie damals üblich, ist die massive Decke aus sehr feinjähriger Fichte. Seiten und Boden sind ebenfalls massiv aus Ahorn gefertigt. Zweiteilig längs verleimter Ahornhals mit Stahlstabverstärkung, erkennbar an der kleinen Bohrung oberhalb des weiß-schwarz-weiß gestreiften Sattels – ein für 1956 sehr innovatives Detail. Dicke Bindings rund um Korpus, Schalllöcher, Hals und Kopfplatte. Griffbrett mit fünf weißen und der einen typischen roten Perloideinlage. Aber anstatt sichtbarem Holz sind hier das gesamte Griffbrett und die Kopfplatte mit grau-weiß meliertem Perloid belegt – wunderschön und extrem aufwändig. Die Kopfplatte mit Hoyer- und Esquire-19-Schriftzug, von Hand rot ausgemalt und überlackiert. Dicke, makellose Jumbobundstäbchen. Typisches, dickes Hoyer-Schlagbrett, aufwändig aus mehreren Lagen gefertigt und ebenfalls mit Binding versehen, oben aus wunderschön glänzendem, weiß marmoriertem Perloid.  Brücke aus schwarz gebeiztem Birnbaum mit dem bereits genannten Arnoldsteg, mit einzeln verstellbaren „Feuerzeugrädchen“ als Saitenreiter. Offene Mechaniken mit cremeweißen Perloidgriffen. Massiver ABM-Müller Saitenhalter.

Geschichte:
Die Gitarre hat eine sehr kurze Geschichte: Der Erstbesitzer, ein Ingenieur mit sehr guten finanziellen Möglichkeiten und ausgeprägtem Sinn für technisch anspruchsvolle „schöne“ Produkte hat die Hoyer 1956 neu gekauft. Er konnte aber nie Gitarre spielen und verstaute das schöne Stück in einer Original-Leinenhülle unbenutzt irgendwo im Haus, ohne dass seine Familie größer davon Kenntnis genommen hätte. Nach seinem Tod 2019 ging die Gitarre an den Neffen, der gar nicht wusste, dass das Instrument sechs Jahrzehnte existiert und seinen Onkel auch niemals damit gesehen hat. Gut geschützt, stockdunkel aufbewahrt, 63 Jahre in erster Hand: Besser geht‘s nicht! Und deshalb ist die Gitarre bis zum letzten Schräubchen noch genau so, wie sie aus dem Laden kam. Wir freuen uns, dass der Neffe wiederum uns gefunden hat und wir das einmalige Stück nun hier anbieten können.

Restaurierungsarbeiten:
Von Restaurierung kann man hier natürlich nicht sprechen… Nicht mal eine Reinigung war erforderlich. Lediglich die etwas verharzten Mechaniken haben wir behutsam gereinigt und neu gefettet. Die Oberflächen haben wir einmal mit Nitrolack-Pflegemittel behandelt. Neue Saiten aufgezogen, Setup durchgeführt, das war alles.

Aktueller Zustand:
Diese wunderschöne Hoyer ist bis hin zum letzten Schlitzschräubchen im Originalzustand. Makellos, sieht man von ein paar mikroskpische kleinen Lackrissen ab. Wie aus der Zeitkapsel! Die schwarz-rote Black-Rose Nitro-Lackierung mit Center Stripe, eine wahrhaft spektakuläre Perloid-Ausstattung und die cremeweißen Einlagen und Bindings ergeben zusammen eine echte Augenweide. Auch heute noch ein Show-Modell. Die Saitenlage ist mit 1-2 mm am 12. Bund auf neuzeitlichem Niveau, der stahlverstärkte Hals ist gerade und stabil, die Bespielbarkeit perfekt. Selbstverständlich gibt es keine Brüche, Risse oder sonstige Beschädigungen, alle Leimstellen sind bombenfest. Natürlich hat sich der originale Nitrolack in über 60 Jahren Aushärtung an die Holzstruktur angeschmiegt. Man sieht es auf den Bildern, das ist aber total harmlos und mit Sicherheit seit Jahrzehnten unverändert und stabil. Griffbrett und Bundstäbchen sind perfekt, neuwertig, die Gitarre ist 100% geruchsfrei und sauber! Der Klang ist sehr laut, der einzelne Ton auch im Akkord klar akzentuiert, schön holzig und warm, mit schneller Ansprache und langem Nachhall. In diesem Zustand ein wunderbar zu spielendes Instrument, aber auch eine in diesem Zustand garantiert einmalige Gelegenheit und Wertanlage für Sammler!

Maße:
Länge über alles 108 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 41,5 cm; Taille 26,5 cm; Oberbug 31,5 cm; Zargenhöhe 8,5 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,3 cm, am 12. Bund 5,3 cm; Gewicht 2.400 g; Saitenabstand am 12. Bund 1-2 mm, verstellbar.

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