Framus 5/139 Peter Kraus „Party“, 1959, Tenor

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Instrument: Sehr seltene, viersaitige Tenorgitarre von Framus: das Signature-Modell Peter... mehr
Framus 5/139 Peter Kraus „Party“, 1959, Tenor

Instrument:
Sehr seltene, viersaitige Tenorgitarre von Framus: das Signature-Modell Peter Kraus in der Ausführung „Party“. Die „Party“ war das Einsteigermodell der Peter Kraus Gitarren. Nur kurz gebaut von 1958 bis 1965, damit ist diese 59er eines der frühen Modelle. Der Stempel zeigt M59, also Dezember 1959. Dazu die Unterschrift von Richard Müller, dem Framus Gitarrenbaumeister und Produktionschef, der unsere Gitarre persönlich abgenommen und signiert hat. Schon Ende der Fünfziger Jahre war der junge Peter Kraus, der „deutsche Elvis“, ein Star mit diversen Hits und Auftritten in unvergessenen Filmen. Aber – er konnte nicht Gitarre spielen! Um dieses schnell zu ändern und auch anderen Nicht-Spielern den Zugang zur Gitarre zu erleichtern, entwickelte Framus für ihn dieses viersaitige Modell. Dazu verfasste der Vater von Peter Kraus eine Broschüre mit dem Titel „Lernen Sie in 7 Tagen die Peter Kraus Gitarre!“. Ein Erfolg wurde das Instrument nicht und daher nur wenige Jahre später wieder aus dem Programm genommen. Heute sind die verbleibenden Exemplare seltene Exoten für Sammler. Die Stimmung erfolgt in DGHE wie die vier hohen Saiten der 6-saitigen Gitarren, damit kann sie jeder Gitarrist sofort spielen.

Material:
Decke aus Fichte, Boden und Zargen aus Ahorn, der Boden in schönem Voelaugenahorn. Archback und Archtop, braun schattiert. Griffbrett und Sattel aus Palisander, Brücke aus schwarz gefärbtem Birnbaum. 4 Punkteinlagen aus weißem Perloid. Hochwertige, geschlossene Framus-Einzelmechaniken. Cremefarbenes Deckenbinding, dazu passend Schlagbrett und Mechanik-Knebel.

Geschichte:
Diese Peter Kraus stand schon auf dem Flohmarkt. Weitgehend ausgeschlachtet, verdreckt, unspielbar ohne Saiten und Brücke sowie mit einem unschönen Riss seitlich im Oberbug. Aber trotz allem: Die Substanz der Gitarre war nahezu makellos, viel gespielt wurde sie in ihrem 61 Jahre dauerneden leben bisher nicht! Ein mitleidiger Kenner erwarb sie und gab sie dann an uns weiter.

Restaurierungsarbeiten:
Gründliche Komplettreinigung, vorsichtige Retusche einiger weniger Kratzer und Dellen. Der Riss ließ sich gut schließen und wurde stabil verleimt, Bundstäbchen und Griffbrett haben wir abgezogen und poliert bzw. geölt. Alle Lackflächen wurden aufwändig ballenpoliert. Die fehlende Brücke, Mechanikhülsen und Gurtpin haben wir duch authentische Originalteile ersetzt. Alle Hardware wurde gereinigt und poliert. Von Pyramid bekamen wir exakt die damaligen Erstausstattungssaiten in Chrome-Nickel der Größen 011-015-022-030. Gut, dass man dort über ein rieseiges Archiv verfügt und alles originalgetreu nachbauen kann. Dann noch die Grundeinstellung und nun kann die Framus wieder singen.

Aktueller Zustand:
Diese nun wieder  einmalig schöne und nahezu makellose Framus ist eine echter Hinkucker! Herrlicher Tenorgitarrenklang, glockenrein und holzig, gut eingespielt und kein bisschen blechern oder dünn, sondern sehr ausgewogen und harmonisch. Es gibt keine Lackrisse und nur sehr wenige, ganz winzige Kratzerchen und Stoßstellen. Alles ist 100% stabil, alle Leimstellen bombenfest. Die Bespielbarkeit ist hervorragend, angenehm tiefe Saitenlage, per Stegschrauben einstellbar. Die Gitarre ist 100% geruchsfrei und sauber! Die Originalmechaniken sind leichtgängig und stimmstabil. In diesem Zustand ein Instrument mit vollständiger Bespiel- und Belastbarkeit, aber vor allem erste Wahl für Sammler. Eine Framus-Sammlung ohne eine Peter Kraus? Undenkbar!

Maße:
Länge über alles 97 cm; Länge Korpus 44 cm; Unterbug 32,5 cm, Taille 18 cm, Oberbug 22,5 cm; Zargenhöhe 7 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 3,3 cm, am 12. Bund 4,0 cm; Gewicht 1.300 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm, verstellbar.

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