Hopf Jazz von Manfred Pletz, frühe sechziger Jahre

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Instrument: Manfred Pletz war ein bekannter deutscher Gitarrenbaumeister, ansässig in... mehr
Hopf Jazz von Manfred Pletz, frühe sechziger Jahre

Instrument:
Manfred Pletz war ein bekannter deutscher Gitarrenbaumeister, ansässig in Taunusstein-Bleidenstadt bei Wiesbaden. Er arbeitete zunächst als Angestellter, später als selbstständiger Meister und Heimarbeiter für Hopf. Er entwarf und baute Klassiker wie die Explorer oder Neptun mit ihren charakteristischen, geschraubten Decken und Böden. Hopf war im Bereich Archtops und E-Gitarren überwiegend als Händler tätig, man bestellte Gitarren bei den renommiertesten deutschen Herstellen, wie Fasan, Hüttl, Neubauer, Glassl, Klira usw. und vermarktete sie dann unter eigenem Namen. Unsere Archtop stammt vermutlich aus der Werkstatt von Manfred Pletz und ist trotzdem eine typische Hopf, denn sie vereinigt Details diverser Hersteller: Den flach auslaufenden Halsüberstand und das Schlagbrett von Klira; die Kunststoff-Mechanikhülsen von Neubauer; die Brücke von Fasan bzw. Isana; das Kopfplattendesign von Hanika/Soli; am 12. Bund die rote Griffbretteinlage gleich mehrerer Hersteller. Alles Standard für eine deutsche Jazzgitarre, aber natürlich wenig eigenständig.

Material:
Diese Mid-Range-Archtop ist eine typische Geigenbauergitarre – komplett aus Ahorn gefertigt. Dabei bestehen Decke und Boden jeweils aus einem durchgehenden Stück Furnier. Der Ahornhals ist dreiteilig und hat einen mittleren Mahagonistreifen sowie ein Palisander-Griffbrett mit 5 cremeweißen und einer roten Perloideinlage/n. Sehr schön transparent lackiert in braun-hellem, cognacfarbenem  Verlauf. Cremeweiße Bindings um Korpus, Schalllöcher und Hals. Kopfplatte mit Ebenholzauflage und zwei cremeweißen Perloidkeilen. Offene Mechaniken. Gravierter ABM-Müller-Saitenhalter sowie ein Schaller-Tonabnehmer mit Hopf-Spezial-Gravur und direktem Klinkenanschluss.

Geschichte:
Unbekannt. Wir bekamen die Gitarre als Teil eines Nachlasses aus mehreren Archtops. Betrachtet man die Schraublöcher und Druckstellen unter der Hardware, scheint die Hopf im Originalzustand zu sein. Lediglich zwei kleine, jetzt geschlossene Bohrlöcher in der Taille sind unklar. Aufgrund einer defekten DIN-Dreipol-Buchse funktionierte die Elektrik nicht.

Restaurierungsarbeiten:
Komplettreinigung, Korpus ausgeblasen, original Nitrolack von Korpus und Hals mit Ballenpolitur in mehreren Durchgängen aufgearbeitet. Griffbrett abgezogen und geölt, Bundstäbchen poliert. Überholung und Politur aller Hardware-Teile. Die defekte DIN-Buchse haben wir durch eine neue Standard-Klinkenbuchse ersetzt. Neue Saiten montiert und Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Diese schöne Hopf ist in einem perfekt spielbaren Topzustand. Griffbrett und Bundstäbchen sind neuwertig, der Saitenabstand mit 2 mm am 12. Bund angenehm tief. Alles funktioniert einwandfrei, über einige wenige Spielspuren hinaus gibt es keine Schäden. Lediglich der Saitenhalter zeigt ein paar Spuren von altem Rost – wir konnten dies nicht alles spurlos wegpolieren, wollten das Teil aufgrund seiner Hopf-Gravur aber unbedingt belassen. Seine Funktion ist selbstverständlich einwandfrei. Der Klang zeigt viel altes Holz, ist warm und weich und wunderbar eingespielt. Verstärkt geht noch mehr, der alte Schaller Single Coil ist taufrisch und liefert sowohl weiche Jazz- als auch schön brillante Rockabilly-Klänge. Dies ist ein erschwinglicher Player mit viel Vintage-Flair und allem, was eine deutsche Nachkriegs-Jazzgitarre ausmacht – ein schönes Sammlerstück obendrein.

Maße:
Länge über alles 106 cm; Länge Korpus 52 cm; Unterbug 42 cm, Taille 25 cm, Oberbug 31 cm; Zargenhöhe 7,5 cm; Mensur 64 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,3 cm, am 12. Bund 5,3 cm; Gewicht 2.050 g; Saitenabstand 12. Bund 2 mm, verstellbar.

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