Framus 5/58 Rosita, 1954/55

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Instrument: Die Rosita war eines der weniger erfolgreichen Archtop-Modelle von Framus,... mehr
Framus 5/58 Rosita, 1954/55

Instrument:
Die Rosita war eines der weniger erfolgreichen Archtop-Modelle von Framus, angesiedelt im mittleren Preissegment. Unsere hat weder Datumsstempel noch Schalllochlabel und sollte damit eine der allerersten Rositas von 1954 oder 1955 sein. Als Cutaway-Ausführung ist sie zudem noch rarer.

Material:
Die Gitarre ist komplett aus laminiertem Ahorn gefertigt, inkl. des dreiteiligen längs gesperrten Halses. Darauf ein Griffbrett aus Ebenholz mit vier cremeweißen Celluloid-Einlagen. Cremeweißes Celluloid ist sehr passend auch das Material von Kopfplattenauflage und Schlagbrett sowie die schönen Korpusbindings. Die Gitarre wurde sehr sauber und hochwertig im damals typischen „Braun schattiert“ lackiert. Vernickelter, einteiliger Saitenhalter, Brücke aus schwarz gebeiztem Birnbaum, Sattel aus Ebenholz. Offene Messing-Mechaniken.

Geschichte:
Ein aufmerksamer Gitarrenfreund entdeckte sie auf einem zu entrümpelnden Dachboden und bewahrte sie davor, gemeinsam mit anderen Haushaltsartikeln den letzten Weg in den bereitgestellten Müllcontainer zu gehen. Stattdessen sprach er uns an und wir mussten so ein schönes Stück natürlich retten. Die Gitarre war unspielbar, von den Jahrzehnten auf dem zugigen Dachboden komplett eingetrocknet, der Hals trotz unsachgemäßer Schraubenreparatur aus dem Korpus gerissen, dieser dafür gut gefüllt mit Generationen alter Wollmäuse und ohne Schlagbrett. Alle Metallteile waren rabenschwarz angelaufen und das Griffbrett hatte tiefe Riefen bis zum achten Bund. Immerhin – bis aufs Schlagbrett war alles vorhanden und original.

Restaurierungsarbeiten:
Erst einmal vier Wochen in unserem Feuchtkeller, schon waren die spitzen Bundstäbchen-Enden wieder im Griffbrett verschwunden. Die Riefen im Schlagbrett wurden aufgefüllt, das Schlagbrett anschließend geschliffen und geölt, die gut erhaltenen Bundstäbchen abgezogen und poliert. Dann eine gründliche Reinigung des Korpus – innen und außen. Alle Lackflächen wurden retuschiert, die alten Schraublöcher geschlossen und alles dann aufwändig mehrfach ballenpoliert. Den Hals haben wir sauber neu eingeleimt und die Verbindung am Halsschuh zusätzlich mit einem unsichtbaren Holzdübel gesichert. Hier geht nie mehr etwas auf. Die komplette Hardware wurde hochglanzpoliert, die Messingmechaniken zerlegt, überarbeitet und neu geölt. Passendes Schlagbrett aus altem Celluloid-Material angefertigt und montiert. Neue Saiten montiert und komplettes Setup durchgeführt.

Aktueller Zustand:
Dies ist eine authentische Fünfziger-Schönheit, wie es sie kaum typischer gibt. SO wurden damals deutsche Schlaggitarren gebaut und tausendfach verkauft. Die Optik ist mit ihren wenigen, gekonnt aufeinander abgestimmten Farben sehr harmonisch und wunderschön. Der originale Nitrolack hat diverse unbedenkliche Lackrisse und auch einige Spielspuren, die Gitarre glänzt mit eine einmaligen Patina. Der Hals ist nicht ganz gerade, lässt sich aber bei 3 mm Saitenabstand am 12. Bund einwandfrei, leicht, schnarrfrei und ohne Dead Notes spielen. Neben dem Look besticht vor allem der sehr laute, wundervoll eingespielte, holzige und harmonische Klang – so etwas gibt es nur bei alten Gitarren und ist in diesem Fall etwas ganz besonderes, was man so nicht immer findet. Die Gitarre ist natürlich wieder fest und stabil, alle Leimstellen halten, sie ist blitzsauber und geruchsfrei. Bundstäbchen und Griffbrett sind fit für die nächsten 67 Jahre. Dies ist sowohl ein Sammlerstück als auch eine Gitarre, die gespielt werden will – auf jeden Fall aber eine seltene Gelegenheit!

Maße:
Länge über alles 107 cm; Länge Korpus 54 cm; Unterbug 42 cm; Taille 26,5 cm; Oberbug 31 cm; Zargenhöhe 8 cm; Mensur 63 cm (Nullbund bis Steg); Breite Griffbrett am Nullbund 4,2 cm, am 12. Bund 5,2 cm; Gewicht 2.060 g; Saitenabstand 12. Bund 3 mm (einstellbar).

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